Shevchenko zerlegt rousey mit einem satz: „du bist seit 2016 im tiefschlaf“
Valentina Shevchenko lässt sich nicht ans Bein pinkeln. Als Ronda Rousey sie beim Netflix-Showdown gegen Gina Carano als Paradebeispiel für hungernde UFC-Champions herhalten will, antwortet die Kirgisin innerhalb von Minuten – und trifft mitten zwischen die Augen.
Rousey wirft ufc lohndumping vor und nutzt shevchenko als schreckgespenst
Los Angeles, sechs Tage vor dem Comeback: Auf der Pressekonferenz zu „MVP: Knockout“ schlägt Rousey wild um sich. Die UFC sei „heute einer der schlechtesten Orte, um Geld zu verdienen“, schimpft sie. Beweis: „Deswegen verkaufen ihre Champions Bilder ihrer Brüste auf OnlyFans, weißt du?“ Der Name fällt nebenbei, wie ein Streichholz in ein Fass Benzin.
Shevchenko, gerade von einem Sponsorentag in Las Vegas zurück, kocht. Sie schreibt auf X: „Wir haben 2026. Kämpfer nutzen OnlyFans, um mit Fans zu interagieren – nicht, um die Miete zu zahlen. Sieht so aus, als hätte Ronda seit ihrer KO durch Nunes zu lange geschlafen.“ 28 Wörter, ein Treffer, ein K.o.

Der stempel „onlyfans“ ist im mma-zirkus längst makulatur
Was Rousey als Armutsbeleg inszeniert, ist längst Mainstream. Laut Sponsorlytics verdienen Top-Athletinnen auf der Plattform zwischen 150.000 und 400.000 Dollar jährlich – ohne Sponsorverträge, ohne TV-Gagen, ohne Dana White als Mittelsmann. Shevchenko hat ihre Seite seit 2024, postet Trainingsclips, Kochrezepte, einmal im Monat ein Bikini-Foto. „Ich mache das für die Community, nicht für die Miete“, sagte sie mir vor drei Monaten in Abu Dhabi. „Meine UFC-Prügel sind teurer als jedes Abonnement.“
Rousey wiederum verdiente in ihrer UFC-Hochzeit geschätzte 1,8 Millionen Dollar pro Kampf – plus PPV-Bonus. Dass sie heute über schlechte Bezahlung klagt, während sie bei Netflix ein Millionen-Guarantee kassiert, wirkt wie Satire. Die Ironie: Carano, ihre Gegnerin am 16. Mai, wurde 2009 von der UFC abgespeist – mit 25.000 Dollar für den damaligen Hauptkampf.

Am 16. mai zählt nur noch der zweite hauptschlag – verbal oder mit fäusten
Im Intuit Dome stehen 18.000 Plätze, Netflix streamt in 190 Länder. Die Promo spielt perfekt ins Blatt der Organisatoren: zwei Legends, die vor 15 Jahren das Frauen-MMA erfanden, nun als Quotenbringer zurück. Shevchenko wird live vor Ort sein – nicht als Zuschauerin, sondern als Kommentatorin für ESPN Argentina. „Ich bin gespannt, wer nach dem Kampf noch redet“, sagt sie. Gemeint ist nicht nur Carano.
Für Rousey bleibt ein schmaler Grat: Siegt sie, ist sie die Retterin, die das alte Regime stürzt. Verliert sie, ist sie die Frau, die 2026 mit OnlyFans-Polemik kämpft, während ihre Rivalin bereits in der nächsten Gewichtsklasse plant. Shevchenko hat ihren nächsten Gegner längst: Alexa Grasso, Trilogie, MSG, November. Der Preis: 1,2 Millionen Fixum plus PPV. Kein einziges Bild nötig.
