Shai gilgeous-alexander schreibt nba-geschichte und lässt wilt chamberlain alt aussehen

Shai Gilgeous-Alexander hat einen der letzten unantastbaren Rekorde der NBA eingestampft. Mit seinem 35-Punkte-Spektakel gegen die Boston Celtics holte der Thunder-Star zum 127. Mal in Folge mindestens 20 Punkte und schob sich an Wilt Chamberlants 63 Jahre altem Bestwert vorbei. Die Serie begann am 1. November 2024 und verläuft seitdem wie eine Perfektionsmaschine.

Im dritten Viertel des 104:102-Erfolgs gegen die Celtics setzte der 25-Jährige den entscheidenden Pull-Up-Jumper aus sechs Metern. Sofort brandete der Paycom-Center durch die Decke, die Fans skandierten „MVP! MVP!“, während auf dem Videowürfel die Zahl 127 in Feuerbuchstaben brannte. Für Gilgeous-Alexander war der Moment trotzdem nur ein Nebenschauplatz: „Am wichtigsten ist, dass wir während dieser Serie viele Spiele gewonnen haben.“

Die zahlen hinter der serie sind absurd

127 Spiele mit 20-plus Punkten klingen nach Dauerbrenner, aber der Clou liegt im Detail: Kein anderer Spieler kam auch nur in die Nähe dieser Konstanz. Oscar Robertson hält mit 79 Spielen den zweiten Rang, gefolgt von Kevin Durant und Michael Jordan mit je 72. Gilgeous-Alexander selbst liefert in dieser Phase durchschnittlich 32,5 Punkte pro Partie ab – das ist kein Zufall, sondern Arbeitsmoral in Reinkultur.

Celtics-Flügel Jaylen Brown war nach dem Spiel sichtlich beeindruckt: „Man muss ihm und seiner Arbeitsmoral Respekt zollen. Die Zeichen von Größe sind Konstanz – und genau das zeigt er.“ Brown sollte es wissen, schließlich verteidigt er seit Jahren auf Position zwei und hat kaum einen Gegner erlebt, der so gnadenlos effizient ist wie SGA.

Oklahoma city profitiert vom superstar-modell

Oklahoma city profitiert vom superstar-modell

Während andere Teams nach Superstars suchen, hat Oklahoma City seinen bereits im Haus. Die Thunder liegen mit 42 Siegen bei nur 11 Niederlagen an der Spitze der Western Conference und zeigen, wie eine kleine Markt-Franchise durch kluge Drafts und einen klaren Kulturplan die Liga erobern kann. Gilgeous-Alexander ist dabei nicht nur Scorer, sondern auch Spielmacher: Neun Assists gegen Boston unterstreichen seine Doppelrolle als Anführer und Systemspieler.

Die nächste Hürde ist bereits klar: Die Thunder wollen die Meisterschaft. Nach dem Rekord gegen die Celtics richtet sich der Blick auf das Playoff-Rennen. Gilgeous-Alexander selbst bleibt gelassen: „Ich hatte einfach unglaublich viel Spaß in den letzten anderthalb Jahren, wahrscheinlich auch, weil wir so viel gewonnen haben.“ Wenn diese Einstellung anhält, könnte der Guard nicht nur Rekorde brechen, sondern auch den Larry O'Brien-Trophy in die Prärie holen.