Sevilla entlässt almeyda: cordón gesteht fehler ein und setzt auf garcía plaza

Der Sevilla FC zieht die Notbremse. Nach nur sieben Punkten aus den letzten acht Spielen flog Matías Almeyda raus, Luis García Plaza übernimmt. Sportdirektor Antonio Cordón gestand in der Pressekonferenz den Fehler ein – und kündigte an, dass er jetzt dafür brennt, den Klub vor dem Abstieg zu retten.

Cordón packt aus: „ich war es, der almeyda holte“

„Ich werde meine Verantwortung nicht ausweichen“, sagte Cordón mit zitternder Stimme. „Ich war einer derjenigen, die Matías unbedingt haben wollten.“ Der Argentinier hatte den Klub im Dezember übernommen, als die Mannschaft im freien Fall war. Drei Monate später steht Sevilla auf Relegationsplatz 17. „Wir haben intern debattiert, gewogen – und letztlich die Reißleine gezogen“, so der Sportchef.

Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem 2:2 in Valencia. „Wir haben 24 Punkte gespielt, nur sieben geholt. Das reicht nicht für unser Ziel: Klassenerhalt so schnell wie möglich“, erklärte Cordón. Der Wechsel sei „mit Schmerzen“ erfolgt, aber alternativlos. „Wenn man so weit hinten steht, muss man handeln, sonst wird es eng.“

García plaza bekommt neun finals

García plaza bekommt neun finals

Die Wahl fiel auf García Plaza, zuletzt arbeitslos nach einer missglückten Mission in China. „Wir kennen seine Qualitäten: er hat Levante und Valladolid vor dem Abstieg gerettet, kennt die Liga“, sagte Cordón. Der 53-Jährige soll mit seinem Staff „sofort Durchschlag“ erzeugen. „Er bekommt neun Finals, bis Saisonende sieben Heimspiele – das ist unsere Chance.“

Der Vertrag läuft nur bis Juni, mit Option bei Klassenerhalt. „Keine Zeit für Lernkurven“, betonte der neue Coach selbst in ersten internen Gesprächen. „Wir müssen Punkte sammeln, nicht Spielphilosophie diskutieren.“

Kein geld, kein stürmer, keine ausreden

Kein geld, kein stürmer, keine ausreden

Der Wintertransfer war aus finanzieller Sicht ein Spagat. „Wir haben den letzten Euro in einen Stürmer gesteckt, mehr war nicht drin“, sagte Cordón mit Blick auf die Verpflichtung des Mexikaners Patrik Mercado. Der muss nun erst ein medizinisches Gutachten bestehen, ehe der Deal endgültig wird. „Wenn er fit ist, bekommt er sofort Einsatzzeit – wir brauchen Tore.“

Mehr Neuzugänge sind nicht geplant. „Die Lösung liegt im Kader, den wir zusammengestellt haben. Jetzt müssen die Spieler liefern.“ Cordón schloss sich selbst aus der Kritik nicht aus: „Wenn die Mannschaft nicht läuft, ist das auch meine Schuld.“

„Ich werfe nicht das handtuch“

Trotz des Debakels will der Sportdirektor bis Sommer bleiben. „Wer mich kennt, weiß: Ich renne nicht weg.“ Er habe „noch mehr Feuer“ als vor drei Monaten, die Mission Rettung zu erfüllen. „Wir haben 27 Punkte auf dem Zettel, neun Spiele, das ist alles offen.“

Die Fans reagierten gemischt: Applaus für García Plaza, Pfiffe für Cordón. „Ich nehme das mit“, sagte der 56-Jährige. „Wenn wir im Mai stehen, wird die Kurve jubeln – das ist mein Versprechen.“