Serie b: chaos, eigentore und ein blin-wahnsinn in fünf spielen

Mittwochabend in der Serie B, und wer schlafen wollte, hat den falschen Kanal eingeschaltet. Fünf Spiele, kein einziger ruhiger Abend, und mittendrin ein Eigentor-Doppelpack, ein Handspiel mit Rotfolge und ein Ausgleich in der 94. Minute. Das ist kein Fußball mehr – das ist Nervenheilkunde.

Palermo gewinnt, aber macht es sich selbst so schwer wie möglich

Das Barbera bleibt eine Festung. Zum neunten Mal in Serie hat Palermo dort gewonnen, diesmal 2:1 gegen Mantova. Nur: Schön war das nicht. Ranocchia trifft schon in der 2. Minute mit einem geschwungenen Rechtsschuss, Pohjanpalo legt kurz vor der Pause nach – alles unter Kontrolle, könnte man meinen. Könnte.

67. Minute, zwei Tore Vorsprung, ein Mann mehr auf dem Platz nach der frühen Roten Karte gegen Zuccon. Dann tritt Blin auf. Nicht im übertragenen Sinne – er greift sich den Ball buchstäblich mit den Händen im Strafraum, sieht Rot und schenkt Mantova einen Elfmeter. Marras verwandelt, Palermo zittert sich durch die letzten Minuten. Am Ende stehen drei Punkte. Und ein Spieler, der sich das noch lange anhören wird.

Frosinone und pescara liefern das spiel, das niemand wirklich gebraucht hat

Frosinone und pescara liefern das spiel, das niemand wirklich gebraucht hat

In Frosinone führte Pescara zur Pause mit 2:0 – beide Tore durch Di Nardo, wobei das zweite von erhitzten Gemütern begleitet wurde: Cittadini lag verletzt auf dem Boden, als der Ball ins Netz ging. Kein Pfiff, kein Unterbruch, kein Mitleid vom Schiedsrichter.

Die Heimmannschaft von Trainer Alvini antwortete mit einem Elfmeter durch Calò in der 84. Minute – bei gleichzeitigem Platzverweis für Altare auf der anderen Seite. Und dann, in der 94. Minute, Raimondo. 2:2. Das Stadion explodiert, die Tabelle bleibt grausam: Pescara steht sechs Punkte über den Abstiegs-Playoffs, Frosinone fünf Punkte hinter der Spitze. Ein Punkt für jeden, der nichts bringt.

Carrarese gegen catanzaro: sechs tore, zwei eigentore, ein verschossener elfmeter

Carrarese gegen catanzaro: sechs tore, zwei eigentore, ein verschossener elfmeter

Das Spiel des Abends fand in der Toskana statt. Carrarese gegen Catanzaro, 3:3 – und wer die Zusammenfassung nicht gesehen hat, sollte das nachholen. Melegoni eröffnet mit einem Traumtor, dann folgt ein Eigentor von Illanes, dann Cassandro nach einem Zuspiel von Iemmello, das man sich zweimal anschauen muss, weil man es beim ersten Mal nicht glaubt.

Zur Pause führt Catanzaro 2:1. Nach der Pause dreht Carrarese auf, trifft zum Ausgleich durch Abiuso, und dann fliegt auch noch ein Eigentor von Rispoli ins Netz. 3:2 für die Gastgeber. Catanzaro hat noch einen Elfmeter – und Pontisso verschießt ihn. Alles vorbei? Nein. In der 93. Minute trifft Pittarello per Strafstoß zum 3:3. Katalonische Katastrophe für Carrarese, die mit einem Punkt nach Hause fahren, der sich anfühlt wie eine Niederlage.

Bari schlägt empoli, das seit zwei monaten nicht mehr weiß, wie gewinnen geht

Empoli verlor in der 23. Minute Lovato durch Rote Karte. Trotzdem glich Shpendi kurz vor der Pause den Rückstand durch Rao aus. Zu zehnt, auswärts, nach einem Platzverweis – das war mutig. Dann kam die 73. Minute und Maggiore mit einem Kopfball, der Bari in die Playoff-Zone schiebt und Empoli weiter in die Krise treibt.

Letzter Sieg der Toskaners: 10. Januar. Damals träumten sie noch von den Playoffs. Heute trennen sie nur drei Punkte vom Abstiegsbereich. Der freie Fall dauert jetzt genau zwei Monate.

Juve stabia und sampdoria teilen sich die punkte in letzter sekunde

Correia brachte Juve Stabia in der 88. Minute in Führung – ein Kopfball, der die Kurve in Ekstase versetzte. Zwei Minuten Nachspielzeit, dann Di Pardo für Sampdoria: 1:1. Die Doriani beenden damit eine Serie von zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen. Kein großer Schritt, aber immerhin ein Schritt.

Was dieser Mittwoch in der Serie B hinterlässt: das Bild eines Blin, der seinen eigenen Abend mit bloßen Händen zerstört. Manchmal schreibt der Fußball seine besten Geschichten selbst.