Serie b, 28. spieltag: monza und venezia thronen, empoli zittert
Der 28. Spieltag der Serie B hat seine Urteile gesprochen – und die sind gnadenlos. Monza und Venezia zementieren ihre Führungsposition, während Frosinone stolpert und Empoli plötzlich in den Abstiegsstrudel gerät. Ein Nachtspieltag, der mehr verändert hat, als es die Tabelle auf den ersten Blick zeigt.
Die gewinner des abends: würde, rekorde und heimstärke
Nicht alles dreht sich um Punkte. Der Trainer des FC Südtirol feierte seine 1.500. Bank als Chefcoach – eine Zahl, die für sich spricht. Kein Zufall, kein Glück, sondern ein Leben, das dem Fußball verschrieben wurde. Bolzano hat einen Mann auf der Bank, der Generationen von Spielern geformt hat.
Fumagalli von der Reggiana bekam seine ganz eigene Auszeichnung: Fair Play. In einem Profifußball, der manchmal vergisst, dass Anstand auch zum Spiel gehört, ist das keine Kleinigkeit. Und der FC Bari kehrte endlich wieder zu einem Heimsieg zurück – für die Fans des Vereins war das mehr als drei Punkte. Das war Erlösung.

Frosinone und die toskaner: zwei geschichten des scheiterns
Dann gibt es die andere Seite. Frosinone legte einen holprigen Start hin, der Fragen aufwirft, die der Trainer noch nicht beantwortet hat. Kein Rhythmus, keine Überzeugung – das Spiel der Ciociari wirkte wie ein Mannschaft, die sich selbst nicht traut.
Die toskanische Mannschaft – gemeint ist Empoli – sammelte magere Punkte und findet sich nun in einer Gesellschaft wieder, in der sie eigentlich nicht sein wollte: mitten im Abstiegskampf, Schulter an Schulter mit Sampdoria. Wer hätte das zu Saisonbeginn gedacht?
Was dieser spieltag wirklich bedeutet
Stefan Fischer schreibt das nicht gerne: Aber die Serie B zeigt dieser Tage ihr grausamstes Gesicht. Die Schere zwischen oben und unten wächst. Monza und Venezia spielen in einer anderen Liga – im übertragenen Sinne. Der Rest kämpft ums Überleben.
Die Abstiegszone hat sich geöffnet wie ein Schlund. Empoli und Sampdoria, zwei Vereine mit Geschichte und Stolz, stehen plötzlich am Rand. Und der Kalender wartet nicht. Die nächsten Wochen werden zeigen, wer Charakter hat – und wer nur hofft.
