Juve kassiert wie verrückt: 21 gegentore in 30 tagen – europas bremser nr. 1
21 Gegentore in acht Spielen, kein einziger Clean Sheet, fast jeder zweite Schuss landet im Netz: Die Juventus hat sich vom 1. Februar bis 1. März selbst zur europäischen Schießbude erklärt.
Die serie, die alle statistiken sprengt
Was in Turin passiert, ist nicht nur ein Ausrutscher, es ist ein Kollaps mit Ansage. Zwölf Mal hielten Wojciech Szczęsny und Mattia Perin vorher den Kasten sauber – dann prasselten 21 Treffer aus Parma, Rom, Leverkusen und Neapel herein. Kein Klub der Top-5-Ligen kassierte in diesem Zeitraum mehr, selbst der abstiegsbedrohte Newcastle United blieb bei 16 Gegentoren hängen. Die Prozentzahl von 48,8 % verwandelter Gegenschüsse ist ein Armutszeugnis: Fast jeder zweite Ball zappelt drin.
Die Zahlen sind so schrill, dass sie das Scouting-Casting überlagern. Luciano Spalletti redet von „kollektiver Verantwortung“, doch die Wahrheit sitzt tiefer: Die Juve verliert in der Aufbauphase den Ball, rennt in Konter und kassiert den Gegentreffer oft schon beim ersten Gegenschuss. Die Folge: Absturz auf Platz sechs, Achtelfinale in der Champions League so gut wie ausgebucht, die Champions-League-Rente für 2025/26 in Gefahr.

Der bremer-faktor und die transferliste
Gleison Bremer kehrte gegen die Roma zurück, aber mit Rost statt mit Raketenschub. Ohne seinen Zugriff bröckelt das gesamte Gebilde. Deshalb steht Marcos Senesi vom AFC Bournemouth ganz oben auf der Wunschliste – ablösefrei, kampfstark, argentinisch. Doch selbst mit ihm bleibt die Grundfrage: Wer schützt den Torwart, wenn das Mittelfeld den Ball verschenkt?
Die nächsten Gegner Pisa, Udinese, Sassuolo und Genoa schielen auf die offenen Räume. Für Spalletti ist das kein Geschenk, sondern ein Test unter Zeitdruck: Entweder die alte Dame findet innerhalb von 14 Tagen wieder ihre verschlossene Tür – oder das Projekt Champions League droht zu kippen.
Die Wand ist eingestürzt, der Kalender gnadenlos. Turin hat vier Wochen Zeit, um aus der eigenen Schießbude wieder eine Festung zu bauen – sonst wird der Frühling zur Nachspielzeit ohne Europacup.
