Sensation in marrakech: 36-jähriger trungelliti erreicht finale!
Marco Trungelliti hat Tennis-Marokko in Atem gehalten! Der 36-Jährige, der bereits 1968 niemand nach seinem 35. Geburtstag mehr in ein Finale des ATP-Kreislaufs sah, besiegte Luciano Darderi und schrieb Geschichte. Ein Sieg, der nicht nur Darderi aus der Titelchance warf, sondern auch für die gesamte Tenniswelt überraschend kam.

Darderi verpasst den durchbruch
Für Luciano Darderi war es eine bittere Enttäuschung. Der Italiener, der im Vorjahr in Marrakech triumphierte, fand an diesem Tag kaum eine Antwort auf das aggressive Spiel des Argentinier. Nach einem vielversprechenden Start mit einem frühen Break ließ sein Spiel nach, während Trungelliti immer besser in die Partie fand.
Der erste Satz ging mit 6:4 an Trungelliti, der seine Breakchance eiskalt ausnutzte. Im zweiten Satz schien Darderi zurückzukommen und führte mit 3:1, doch Trungelliti verbuchte diesen Rückstand und zwang den Italiener in einen Tie-Break. Dort zeigte der Argentinier eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den Satz mit 7:6 (2).
Was diesen Sieg so besonders macht: Trungelliti ist nicht nur der älteste Spieler der Open Era, der überhaupt ein ATP-Finale erreicht, sondern er ist auch der vierte Qualifikant in der Geschichte des Turniers, der es ins Finale geschafft hat. Und die Geschichte will es wissen: Alle vorherigen Qualifikanten gewannen das Turnier!
Die Geschichte von Trungelliti ist bemerkenswert. Nachdem er in der Vergangenheit öffentlich eine Spielmanipulation angeprangert hatte, steht er nun im Finale von Marrakech. Seine Leistung in dieser Woche zeigt, dass man auch mit 36 Jahren noch Großes im Tennis erreichen kann. Und es gibt noch eine weitere Besonderheit: Sollte Trungelliti das Turnier gewinnen, wäre er ab Montag erstmals in den Top 100 der Weltrangliste platziert – eine Leistung, die nur wenige für möglich gehalten hätten. Der Vergleich mit Torben Ulrich, dem Vater des Metallica-Schlagzeugers, darf dabei nicht fehlen: Auch er debütierte erst spät in den Top 100.
Ob Trungelliti nun auch den Titel in Marrakech erringen kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Sein Weg ins Finale ist bereits eine Geschichte für die Tennis-Geschichtsbücher.
