Sensation in frankfurt: werder verpasst knapp das finale!

Ein dramatisches Halbfinale der Deutschen Meisterschaft im Tischtennis ließ die Frankfurter Sporthalle gestern Abend im Ausrufezeichen zurück. Werders ambitioniertes Team scheiterte knapp am Serienmeister 1. FC Saarbrücken, der sich zum wiederholten Male das Ticket für das Finale sicherte. Die Enttäuschung bei den Grün-Weißen ist groß, doch der Blick nach vorne bleibt.

Fan zhendong – ein popstar betritt die halle

Fan zhendong – ein popstar betritt die halle

Die Anspannung war spürbar, als der chinesische Superstar Fan Zhendong, der das Saarbrücker Team verstärkt, die Halle betrat. Die Fans, darunter auch eine treue Anhängerschaft aus Bremen, feierten ihn frenetisch. Die Atmosphäre erinnerte eher an ein Popkonzert als an ein Tischtennisspiel. Ein erwartbares Spektakel, denn Zhendong gilt als einer der besten Spieler der Welt und verkörpert eine neue Ära im Tischtennis.

Das Spiel selbst verlief für Werder alles andere als ideal. Nach einem ausgeglichenen Kampf setzte sich Saarbrücken mit 3:1 durch. Lediglich Kirill Gerassimenko konnte einen Einzel gegen Patrick Franziska für sich entscheiden (3:0), während die anderen drei Einzel in die Hände der Saarbrücker fielen. Marcelo Aguirre unterlag Fan Zhendong klar mit 0:3, Mattias Karlsson (ehemals Falck) kämpfte zwar verbissen, verlor aber gegen Darko Jorgic mit 2:3, und Irvin Bertrand musste sich ebenfalls Zhendong geschlagen geben (1:3), konnte aber zumindest einen Satz herausspielen.

Der Plan, Saarbrücken bis ins Schlussdoppel zu zwingen, scheiterte. Doch Trainer Cristian Tamas sieht keinen Grund zur Panik: „Es ist nicht einfach, wenn man gegen Fan Zhendong spielen muss. Man muss alle anderen Spieler schlagen – und das sind auch Topspieler und Topsportler.“ Die Saison war insgesamt bemerkenswert. Werders Sieg am 2. Spieltag gegen Borussia Düsseldorf und der überraschende 3:2-Heimerfolg gegen Saarbrücken zeigen das Potenzial des Teams.

Die Nachricht, dass die Mannschaft zusammenbleibt, ist ein Lichtblick für die Fans. „Wir sind stolz, dass wir diese Mannschaft behalten können und die Jungs noch ein weiteres Jahr in Bremen sehen können“, so Tamas. Der Kampfgeist und die Leidenschaft, die Werder an den Tag gelegt hat, lassen optimistisch in die Zukunft blicken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Team um Karlsson und Co. den ersehnten Titel in den Händen hält. Die kommende Saison wird zeigen, ob Werder Bremen den nächsten Schritt gehen und den Deutschen Meistertitel erobern kann.