Sengfelder schreibt 24-punkte-kracher: ulms defense schluckt ludwigsburg

Ein Schwabe schlägt zurück. Chris Sengfelder, zuletzt in der Nationalmannschaft noch gedrosselt, entlud sich im Duell der badischen Rivalen: 24 Punkte, 8/13 Feldwürfe, ein Mal die Hände auf den Ohren der Ludwigsburger Defense. Ratiopharm Ulm gewinnt 93:76, bestätigt die Serie und schickt die MHP RIESEN mit 30,8 % Zweierquote heim.

Zone versiegelt, dreier fliegen

Coach Mikko Riipinen hatte die richtige Lektion parat. Sein Team verbarrikadierte die Zone, lud Ludwigsburg von der Mitteldistanz ein – und kassierte trotzdem 15 Treffer von jenseits der Linie. Die Rechnung ging auf, weil Ulm jeden zweiten Ball eroberte und die Gäste in der Zone nur acht Körbe warfen. Die Folge: ein 17-Punkte-Polster, das nie wankte.

Die Szene des Abends: Sengfelder rast im Nachgang zu einem verwandelten Dreier zurück, deutet demonstrativ auf das Logo, während die Arena kurz vor dem Kochen ist. „Ich hatte den Modus wieder, den man braucht, wenn man oben mitspielen will“, sagt er nach Abpfiff, die Stimme rau vom Getöse.

Vechta dreht den spieß und versetzt jena den k.-o.

Vechta dreht den spieß und versetzt jena den k.-o.

Ein 13:0-Start für Jena? Vergessen. Die SC Rasta Vechta-Bank schrie sich wach, Malik Parsons donnerte per Dunking zur 53:43-Pausenführung – und nach dem Seitenwechsel wurde es regelrecht brutal. 101:64, 22 Punkte von Jalen Verge Jr., die höchste Niederlage der Saison für Science City. Vechta springt auf Platz 16, Jena rutscht auf 18 – und muss nun das direkte Duell im Keller als Verlust verbuchen. Die Saison ist noch lang, aber die Psyche ist jetzt erstmal zerbrochen.

Rostock schießt 118 – trier kassiert, aber gibt nicht auf

Rostock schießt 118 – trier kassiert, aber gibt nicht auf

Die Seawolves verwandelten 16 Dreier aus 40 Versuchen, spielten sich in einen Rausch und stoppten erst, als die Anzeigetafel 118:103 anzeigte. Sechs Akteure landen im zweistelligen Bereich, doch die Statistik lügt nicht: Auch Trier traf 48 %, verlor nur wegen 15 Ballverlusten und verpassten Zweitchancen. Trainer Jacques Schneider biss sich auf der Bank die Lippen blut – seine Mannschaft lief, konnte aber nichts retten.

Die Tabellenspitze? Noch in Fernsicht. Doch Ulm schickt ein Signal nach München und Berlin: Wer nach Baden-Württemberberg reist, braucht mehr als heiße Hände – er braucht einen Plan gegen diese Defense. Am Freitag wartet bereits Bamberg. Sengfelder grinst: „Wir haben noch ein paar Schulden offen.“