Senegal demoliert irak – traum vom k.o.-runde-einzug weiter am leben!
Toronto bebte Fußball, und zwar von der Art, die man sich bei der WM wünscht! Senegal hat am letzten Gruppenspieltag Irak mit einer erdrückenden 5:0-Niederlage überrollt und damit die Chance auf den Sprung in die K.o.-Runde deutlich verbessert. Die ‚Löwen von Teranga‘ präsentierten sich in beeindruckender Manier und zeigten, dass mit ihnen zu rechnen ist.
Rote karte und torgarantie: senegals weg zum kantersieg
Schon früh machte Habib Diarra (4.) den Anfang, als er einen Kopfball nach einer Ecke ins Netz beförderte. Doch der Wendepunkt des Spiels war die frühe rote Karte für den Iraker Rebin Sulaka (13.), der Sadio Mané unsauber von der Chance abgehalten hatte. Der Videobeweis ließ keine Zweifel. Das frühe Überzahlverhältnis nutzten die Senegalesen gnadenlos aus. Ismaila Sarr (56.) erhöhte nach einer Ballverlust der Iraker auf 2:0, bevor die gebürtigen Kölner Pape Gueye (59. und 71.) mit zwei kapitalen Fernschüssen das Spiel endgültig entschieden. Iliman Ndiaye (82.) ließ dann keine Zweifel mehr offen und baute den deutlichen Vorsprung aus.
Die Leistung von Gueye war schlichtweg herausragend. Zwei Treffer aus der Distanz – das ist die Art von Spiel, die Fans lieben. Die Tordifferenz von +2 katapultiert Senegal in eine vielversprechende Position für den Einzug als Gruppendritter.

Turbulente vorbereitung und nun der fokus auf die k.o.-phase
Die Reise nach Kanada war für Senegal alles andere als geradlinig. Verspätete Prämienzahlungen, Probleme mit der Verpflegung im WM-Camp und die zarte Vertragsverlängerung von Nationaltrainer Pape Thiaw sorgten für Unruhe. Der Ausfall von Stammtorwart Édouard Mendy aufgrund einer Knieverletzung war ein weiterer Rückschlag. Doch all diese Widrigkeiten scheinen die Mannschaft nur gestärkt zu haben.
Man erinnert sich noch gut an das bittere Drama um den aberkannten Afrika-Cup-Titel Anfang des Jahres. Nun wollen die Senegalesen zeigen, dass sie aus dieser Erfahrung gelernt haben und bei dieser WM eine ähnliche Sensation wie bei ihrem Viertelfinaleinzug 2002 in Japan und Südkorea erleben wollen. Der Irak hingegen ist als Gruppenletzter ausgeschieden und reist mit einer ernüchternden Bilanz nach Hause.
Die senegalesische Abwehr stand heute wie eine Mauer, während die Offensive mit präzisen Pässen und cleveren Läufen die gegnerische Defensive immer wieder vor Probleme stellte. Mané, obwohl ohne Tor, war Dreh- und Angelpunkt zahlreicher Angriffe.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Senegal die nötigen Punkte aus den anderen Gruppen spielen muss, um den Sprung in die K.o.-Runde zu schaffen. Doch nach dieser Vorstellung steht fest: Die ‚Löwen von Teranga‘ sind bereit für die nächste Herausforderung.
