Seider-debüt endet mit niederlage: usa demütigen deutschland vor wm-start

Mannheim – Die Hoffnung auf einen fulminanten Start ins Eishockey-WM-Turnier ist gedämpft. Die deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Harold Kreis erlebte in Mannheim eine bittere Generalprobe gegen die USA: Mit dem NHL-Verteidiger Moritz Seider als Kapitän kassierte das DEB-Team eine deutliche 2:5-Niederlage gegen ein nominell zweites Aufgebot des Olympiasiegers.

Seider zeigt potenzial, aber die mannschaft kämpft

Seider zeigt potenzial, aber die mannschaft kämpft

Moritz Seider, der nach einer Verletzungspause wieder ins Team zurückkehrt, hinterließ bei seinem Einsatz einen positiven Eindruck. Er spielte durch und zeigte, dass er trotz seiner nicht ganz fitten Verfassung eine wichtige Stütze für die Mannschaft sein kann. Doch auch er konnte die insgesamt schwache Leistung des Teams nicht verhindern. Die Amerikaner nutzten jede Schwäche der Deutschen eiskalt aus und demonstrierten ihre Überlegenheit.

Ryker Lee brachte die USA bereits in Überzahl in Führung, gefolgt von Toren von Sam Lafferty, Alex Steeves, Max Plante und Mathieu Olivier. Für Deutschland trafen lediglich Parker Tuomie und Arkadiusz Dziambor zu einem späten Zeitpunkt ins Schwarze. Die deutsche Abwehr wirkte anfällig, und im Angriff fehlte es an Kreativität und Präzision.

Ein entscheidender Faktor war das frühe Powerplay der USA, resultierend aus zu vielen deutschen Spielern auf dem Eis – ein Fehler, der das Momentum früh auf die Seite der Gäste verlagerte. Auch die vergebenen Chancen im Angriff, insbesondere von Joshua Samanski, trugen zur Niederlage bei.

DEB-Sportvorstand Christian Künast gab zudem bekannt, dass NHL-Star Lukas Reichel, der nach den Playoffs mit Bostons Farmteam verfügbar gewesen wäre, doch nicht mehr nachreist. „Es gibt im Moment keine endgültige Absage, aber es wird in diese Richtung gehen. Er hat keinen Vertrag im Moment“, so Künast. Auch die Ausfälle von Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka schmälern die Chancen des Teams.

Zum Glück für die deutsche Mannschaft steht am Freitag der Startschuss zur WM gegen Finnland an. Es wird erwartet, dass bis dahin sechs Spieler der Eisbären Berlin, darunter der Stürmer Frederik Tiffels, die Mannschaft verstärken werden. Das wird notwendig sein, denn gegen die USA zeigte sich, dass es noch viel zu tun gibt, um im WM-Turnier zu bestehen. Das Spiel gegen die USA am 20. Mai wird dann eine Revanchechancen bieten, aber bis dahin muss die Mannschaft deutliche Verbesserungen zeigen.

Die Niederlage gegen die USA ist ein Weckruf für das deutsche Team. Es gilt, die Fehler zu analysieren und sich auf die anstehenden Spiele vorzubereiten. Nur so kann es gelingen, das Turnier erfolgreich zu gestalten. Es ist ein Marathon, kein Sprint, und die Generalprobe hat gezeigt, dass die deutsche Mannschaft noch nicht in Topform ist, aber das Potenzial vorhanden ist, um zu überraschen.