Schwerer sturz von lindsey vonn bei olympia-abfahrt: mehrfache operationen befürchtet

Drama in cortina d'ampezzo: lindsey vonn nach sturz schwer verletzt

Lindsey Vonn, der Ski-Superstar der USA, erlitt bei ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo einen Bruch des linken Beins. Nach ersten Informationen wurde die 41-Jährige bereits zweimal operiert. Der Vorfall, der sich nach nur 13 Sekunden ereignete, sorgte für Bestürzung in der Ski-Welt. Zunächst bestätigte das Ca’ Foncello-Krankenhaus in Treviso lediglich die Stabilisierung des Beins, doch nun deuten Berichte auf einen komplexeren Eingriff hin.

Zweite operation wegen komplikationen

Zweite operation wegen komplikationen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine anonyme Quelle, dass eine zweite Operation notwendig wurde, um Komplikationen wie Schwellungen und eine gestörte Durchblutung zu verhindern. Ein persönlicher Arzt von Vonn war bei den Eingriffen anwesend, allerdings nur in unterstützender Funktion. Die eigentlichen Operationen wurden von italienischen Ärzten durchgeführt. Das US-amerikanische Olympische Komitee äußerte sich bislang nicht zu der zweiten Operation.

Sturz nach kontakt mit dem tor

Der Sturz geschah, nachdem Vonn mit dem rechten Oberarm in einem Tor hängen geblieben war. Sie wurde umgehend mit dem Helikopter in die Klinik von Treviso geflogen. US-Speed-Trainer Alex Hödlmoser äußerte im Schweizer Fernsehen bereits kurz nach dem Unfall den Verdacht auf einen Schienbeinbruch. Die Entscheidung, wo Vonn weiterbehandelt wird, hängt vom Ausmaß der Verletzungen ab.

Team aus us- und italienischen ärzten

Das US-Ski-Team teilte mit, dass sich Vonn in stabilem Zustand befindet und von einem Team aus amerikanischen und italienischen Ärzten betreut wird. Ihr Vater, Alan Kildow, äußerte sich emotional in der Sportschau: „Es bricht mir das Herz. Sie ist eine Kämpferin, sie hat alles gegeben. Unglücklicherweise war es heute nicht ihr Tag.“

Expertenanalyse: unglückliche umstände

Johan Clarey, ehemaliger Weltklasse-Abfahrer und Eurosport-Experte, analysierte den Sturz: „Sie ist an dieser Stelle mehr abgehoben, als sie geplant hatte. Wenn man mit dem Arm am Tor hängenbleibt und die Füße auf dem Boden sind, ist das kein Problem. Wenn man aber in der Luft ist, wird man umgeworfen.“ Solche Fehler ließen sich in dieser Situation kaum korrigieren.

Bestürzung und ungewisse zukunft

Die Ski-Welt reagierte mit großer Bestürzung auf den Vorfall. Trotz eines Kreuzbandrisses, den sie sich in Crans-Montana zugezogen hatte, wollte Vonn in der Abfahrt eine Medaille gewinnen. Nach dieser erneuten schweren Verletzung ist eine Fortsetzung ihrer erfolgreichen Karriere höchst unwahrscheinlich. Die Hoffnung auf einen weiteren Triumph schwindet.

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