Schweizer nhl-stars in der nacht der blutigen nasen
Kein einziger Sieg, dafür jede Menge Eiszeit und ein Assist, der nichts nutzte: Die Nacht von Sonntag auf Montag war für die drei Schweizer NHL-Cracks ein einziger kalter Schauer.
Kurashev sitzt, spielt, sitzt – und verliert
Philipp Kurashev kehrte nach zwei Tribünen-Games zurück, durfte 13 Minuten lang gegen Ottawa ums Überleben kämpfen, landete bei minus eins und weiß jetzt wieder: Der Coach verspricht nichts. San Jose versenkte sich mit 4:7, und die Frage, ob der Berner am Mittwoch in Edmonton erneut laufen darf, bleibt offen. Die Antwort liegt weniger an ihm als an der Laune von Trainer David Quinn.

Suters 22. punkt – blues fallen trotzdem
Pius Suter sammelte in Winnipeg seinen 22. Scorerpunkt, ein schöner Zuspler auf Dvorsky, doch die Blues klebten schon zu tief im Kessel. Die Jets schossen früh zwei Tore, ließen St. Louis zwar kurz aufatmen, schlugen aber in der 52. Minute endgültig zu. Suter blieb bei 18:26 Eiszeit und einer bitteren Erkenntnis: Selbst ein Punkt reicht nicht, wenn das Team zwei Schritte zu spät kommt.

Josi läuft 30 minuten – predators kriegen trotzdem nichts
Roman Josi war auf dem Eis, als gäbe es kein Morgen. Fast eine halbe Stuge Eiszeit, neun Schüsse, Chancenplus 12:9 – und doch ging Nashville mit 1:3 gegen Edmonton leer aus. Die Oilers trafen früh, trafen wieder und versiegelten den Sieg mit einem Empty-Netter. Josi wird heute Nacht in Winnipeg erneut ran, aber die Predators reisen ohne Punkt, ohne Stärke und mit nur einem Tor aus vier Auswärtsbegegnungen.
Die Bilanz der Nacht: drei Schweizer, drei Niederlagen, ein Assist, viel Schweiß, kein Happy End. Die NHL verzeiht keine Halbherzigkeit – und schon gar keine Schweizer Inseln im Sturm.
