Nba rückwirkend: lakers-sieg gegen nuggets war ein phantom-foul

Die Lakers haben in der Nacht auf Sonntag die Nuggets in Overtime geschlagen – doch der Dreher, der zum 127:125 führte, basierte auf einem Pfiff, den es laut NBA gar nicht geben durfte. Austin Reaves erhielt 9 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zwei Freiwürfe, weil Referee Spencer Jones ein Foul pfeifte. Der Offizielle sah Kontakt, obwohl Denver-Spencer Jones den Ball sauber aus Reaves’ Händen riss. Die Liga bestätigt nun: Kein Foul, sondern clean steal.

Die Konsequenz war dennoch real. Reaves verwandelte den ersten Freiwurf, verlegte den zweiten mit Absicht, fing den eigenen Fehlwurf ab und legte zum 115:115 aus. Die Lakers zogen in die Verlängerung, gewannen, verteidigen Platz drei im Westen und feiern ihre fünfte Pleite-Frei-Serie. Denver dagegen rutscht auf Rang fünf und muss um Heimrecht in den Playoffs bangen.

Warum der fehlentscheid trotzdem zählt

Warum der fehlentscheid trotzdem zählt

Die NBA kann das Ergebnis nicht nachträglich korrigieren. Der „Last Two Minutes“-Report ist ein internes Lehrvideo, kein Umtauschschein. Die Lakers behalten den Sieg, die Nuggets die Wut – und Austin Reaves eine Anekdote, die ihn in den Playoff-Legenden-Klub katapultiert, obwohl er eigentlich gar nicht auf die Linie durfte.

Die Liga hatte in dieser Saison bereits 14 falsierte Spiele in den finalen 120 Sekunden eingestanden, keines wurde annulliert. Die Nuggets reisten mit 0,5 Spielen Rückstand auf Platz vier nach Hause; Trainer Michael Malone sprach von „einem Punch, den wir nicht zurückpfeifen können“.

Für Lakers-Coach Darvin Ham zählt nur die Tabelle. „Wir haben die Big Plays gemacht, die entscheiden“, sagte er nach dem Spiel – und wischte die Diskussion mit einem Achselzucken ab. Die Big Plays, das ist nun offiziell, begannen mit einem Phantom-Foul. Die Lakers lachen, die Nuggets schlucken, und die Western Conference bleibt ein Minenfeld, in dem ein einziger Irrtum ganze Saisonpläne sprengt.