Schweizer legionäre: wer kämpft wo um titel und klassenerhalt?
- Griechischer meisterkampf: kutesa im aek-team
- Dänemark: mbabu und zé im titelrennen – und ein verlorener traum
- Türkei: ballet kämpft gegen den abstieg
- Polen: zeqiris abenteuer wird zur herausforderung
- Frankreich: die magnin-brüder im aufstiegskampf
- Österreich: maier kämpft gegen den abstieg, salzburg um titel
- Deutschland: itten bangt, gantenbein träumt vom aufstieg
- Rumänien: van der werff darf vom titel träumen, ohne zu spielen
- Ungarn: gartenmann verpasst den titelgewinn
Abseits der bekannten Namen
wie Akanji und Xhaka gibt es eine Reihe von Schweizer Fussballern, die in europäischen Ligen ausserhalb der Top-Fünf um wichtige Ziele kämpfen. Während einige auf den Aufstieg hoffen, bangen andere um den Verbleib in der Liga. Ein Blick auf die weniger bekannten Geschichten der Schweizer Legionäre.Griechischer meisterkampf: kutesa im aek-team
Dereck Kutesa, der junge Flügelspieler, verdient in Griechenland bei AEK Athen sein Geld und ist Teil eines spannenden Titelrennens. AEK führt die Tabelle aktuell mit zwei Punkten Vorsprung vor Olympiakos Piräus an, wobei auch PAOK Saloniki in Schlagdistanz liegt. Kutesa selbst kann jedoch nur bedingt zum Erfolg beitragen, da er vorwiegend eine Ergänzungsrolle einnimmt. Die Konkurrenz ist gross, aber seine Präsenz im Team zeigt, dass er Teil eines ambitionierten Projekts ist.

Dänemark: mbabu und zé im titelrennen – und ein verlorener traum
In der dänischen Superliga sind gleich zwei Schweizer im Titelkampf mit dabei: Kevin Mbabu und Junior Zé beim FC Midtjylland. Das Team liegt punktgleich mit Aarhus an der Tabellenspitze und profitiert vom besseren Torverhältnis. Während Mbabu regelmässig Einsatzzeit erhält, wenn auch oft von der Bank, hat sich der Leihwechsel von Zé vom FC Basel nach Dänemark als Fehlschlag erwiesen. Der junge Spieler kommt in der Meisterrunde überhaupt nicht mehr zum Einsatz – ein bitterer Rückschlag für seine Karriere.

Türkei: ballet kämpft gegen den abstieg
Während in der Türkei kein Schweizer um den Meistertitel kämpft, muss Samuel Ballet mit Antalyaspor gegen den Abstieg spielen. Die Situation ist ernst, denn der Rückstand auf die sicheren Plätze ist gering. Ballet hat sich jedoch als wichtiger Spieler etabliert und konnte in 21 Ligaspielen bereits vier Tore und einen Assist beisteuern. Seine Leistungen sind entscheidend, um das Team im Abstiegskampf zu halten.

Polen: zeqiris abenteuer wird zur herausforderung
Andi Zeqiri, der Wechsel nach Polen zu Widzew Lodz sollte für ihn eine neue Chance darstellen. Doch das Abenteuer wird zur Herausforderung. Der Stürmer ist nur ein Ergänzungsspieler und sein Team kämpft in akuter Abstiegsgefahr. Nur einen Punkt trennt Lodz vom rettenden Ufer. Seine bisherige Bilanz von einem Tor und einem Assist in 20 Ligaspielen spiegelt die schwierige Situation wider. Auch Maxime Dominguez, ebenfalls nur Ergänzungsspieler bei Cracovia, steckt mit seinem Team im Abstiegskampf, wobei lediglich zwei Punkte auf Lodz liegen. Ein Abstieg scheint wahrscheinlicher als der Aufstieg.

Frankreich: die magnin-brüder im aufstiegskampf
In der Ligue 2 sind mit Theo Magnin (Red Star FC) und Mathis Magnin (Rodez AF) gleich zwei Schweizer im Aufstiegskampf vertreten. Rodez AF liegt zwar nur sechs Punkte hinter dem zweiten Aufstiegsplatz, jedoch ist der Konkurrenzdruck enorm. Theo Magnin kommt bei Red Star zwar regelmässig zum Einsatz, meist jedoch nur als Joker. Sein Bruder Mathis hingegen ist Stammspieler in der Innenverteidigung von Rodez und bildet das Rückgrat der Mannschaft.

Österreich: maier kämpft gegen den abstieg, salzburg um titel
Während Nico Maier beim FC Blau-Weiss Linz gegen den Abstieg kämpft und mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Tabellenletzten ein nervenaufreibendes Rennen hat, hofft RB Salzburg auf den Meistertitel. Der junge Stürmer Maier kann allerdings nur auf Einsätze in der 2. Liga beim Partnerteam FC Liefering hoffen. Ein deutlicher Unterschied in den Zielen und Chancen der beiden Schweizer.
Deutschland: itten bangt, gantenbein träumt vom aufstieg
Cedric Itten erlebt mit Fortuna Düsseldorf eine enttäuschende Saison und muss mit seinem Team um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga bangen. Seine persönlichen Leistungen stimmen jedoch, mit 13 Toren in 28 Spielen ist er ein wichtiger Spieler. Im Gegensatz dazu steht Adrian Gantenbein mit dem FC Schalke 04 vor dem Aufstieg in die Bundesliga. Drei Spieltage vor Saisonende haben die Knappen sieben Punkte Vorsprung auf den dritten Platz. Ein Aufstieg wäre für Gantenbein und Schalke 04 ein grosser Erfolg.
Rumänien: van der werff darf vom titel träumen, ohne zu spielen
Jasper van der Werff steht bei CS U Craiova unter Vertrag, das aktuell die rumänische Superliga anführt. Doch das Besondere: Van der Werff hat in dieser Saison noch keine einzige Minute gespielt, da er sich einer schweren Verletzung erwehren musste. Trotzdem darf er, wenn auch passiv, vom Titelgewinn träumen. Ein ironisches Schicksal für den Verteidiger.
Ungarn: gartenmann verpasst den titelgewinn
Stefan Gartenmann, der bereits im Vorjahr den ungarischen Meistertitel feierte, muss verletzungsbedingt zusehen, wie sein Team Ferencvaros um die Titelverteidigung kämpft. Seine Abwesenheit ist spürbar, denn seit November steht er nicht mehr auf dem Platz.
