Schweizer eishockey-traum zerplatzt: finnland krönt sich zum weltmeister!
Zürich – Die Stille im Hallenstadion war ohrenbetäubend, als Konsta Helenius die Finnen in der Overtime zum WM-Titel führte. Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, als Serien-Sieger gehandelt, scheiterte erneut im Finale – diesmal gegen Finnland, genau wie im Vorjahr. Ein bitteres Ende für ein Turnier, das so vielversprechend begonnen hatte.

Die rache der finnen: eine abwehrleistung, die beeindruckt
Nach neun Erfolgen in Zürich brach das Herz der heimischen Fans. Die Schweizer, die im Vorrunden noch ein deutliches 4:2 gegen das finnische Team verbuchen konnten, fanden im entscheidenden Moment keine Antwort auf die kompromisslose Defensive der Skandinavier. Das 0:1 von Helenius in der Verlängerung besiegelte das Schicksal der Eidgenossen, die damit bereits das dritte WM-Finale in Folge verloren – und zum zweiten Mal nacheinander in der Overtime.
Das Team von Trainer Jan Cadieux, der Patrick Fischer nach dem Skandal um gefälschte Corona-Impfzertifikate ablöste, konnte die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers nicht fortsetzen. Die Partie, die von den DEL-Schiedsrichtern André Schrader und Tobias Björk geleitet wurde, war geprägt von einem taktisch geprägten Spiel und wenigen Torchancen. Die erste Torchance gehörte den Finnen, doch Leonardo Genoni hielt stand. Erst im Powerplay kamen die Schweizer gefährlich vors Tor, doch der hochgejubelte Treffer von Anton Lundell wurde nach Videobeweis wegen hohen Stocks annulliert.
Die starke finnische Defensive ließ im weiteren Verlauf kaum Durchlässigkeit zu. Pius Suter vergab die beste Möglichkeit im Mitteldrittel, während Justus Annunen im finnischen Tor eine Parade nach der anderen zeigte. Roman Josi, der mit NHL-Erfahrung eigentlich den Unterschied machen sollte, fand ebenfalls keinen Weg an der finnischen Abwehr vorbei.
Aber es gab auch Aufreger abseits des Eis. Während sich die Schweizer mit der Leistung der Schiedsrichter an einigen Stellen schwertaten, feierten die Finnen einen hart erkämpften Sieg. Das kleine Finale um Bronze war ein weiterer Überraschungsmoment: Norwegen, angeführt vom sensationellen Torhüter Henrik Haukeland, besiegte den Rekordweltmeister Kanada mit 3:2 nach Verlängerung und sicherte sich damit die erste WM-Medaille der Geschichte. Ein Triumph, der die Delegationen der anderen Teams gleichermaßen überraschte.
Die Enttäuschung bei der kanadischen Auswahl, die nominell die stärksten NHL-Stars aufbot, war tiefgreifend. Sie verließen die WM zum dritten Mal in Folge ohne Medaille. Die Schweizer müssen nun analysieren, wo es in Zukunft besser laufen kann. Ein neues Kapitel beginnt, und die Suche nach der Formel für den ersten WM-Titel geht weiter.
