Schweiz demoliert ungarn – aber defensiv gibt’s noch arbeit!

Ein Feuerwerk in Biel! Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat Ungarn mit 6:1 überrannt und damit einen vielversprechenden Start in die Testspielserie hingelegt. Doch trotz der deutlichen Überlegenheit mahnt Routinier Tristan Scherwey zur Vorsicht – die WM-Vorbereitung ist noch lang und defensiv gilt es, nachzulegen.

Die “causa patrick fischer” liegt hinter den schweizern

Nach den turbulenten Tagen um den Rücktritt von Patrick Fischer zeigte die Nati unter Jan Cadieux ein beeindruckendes Spiel. Bereits nach neun Minuten führte das Team mit 3:0. Die Zuschauer feierten ein Torfestival, doch im Lager der Schweizer herrschte nüchterne Besonnenheit. Scherwey betonte, dass der Fokus nun voll und ganz auf der anstehenden Weltmeisterschaft liegen muss.

Die Dominanz der Schweiz war unbestritten, doch nach der frühen Führung schlichen sich kleinere Unkonzentriertheiten ein, die den Ungarn einige hochkarätige Chancen einräumten. “Es ist immer eine Herausforderung, wenn man merkt, dass man das Spiel im Griff hat, die stetige Konsequenz zu bewahren und dem Gegner so wenig wie möglich Raum zu geben,” so Scherwey. Er räumte ein, dass die Defensive in Phasen etwas fahrlässig agierte, betonte aber, dass auch der Gegner seine Stärken hatte: “Die können auch Hockey spielen und waren hartnäckig. Da muss man dem Gegner auch Anerkennung geben.”

Rhythmus finden und auf die wm zielen

Rhythmus finden und auf die wm zielen

Für Scherwey persönlich steht in der zweiten Vorbereitungswoche die Wiederherstellung des Rhythmus nach dem frühen Saisonaus mit dem SC Bern im Vordergrund. Nach einer dreiwöchigen Pause und dem Wiedereinstieg in der Slowakei fühlt er sich nun bereit für den Endspurt. “Ich gehe Schritt für Schritt vor und vermeide es, zu weit in die Zukunft zu schauen,” erklärte er. Nico Hischier verdeutlichte vor dem nächsten Testspiel gegen Ungarn, dass das Team geschlossen auf das Ziel WM-Ticket hinarbeitet.

Am Freitagabend wollen die Schweizer den starken Auftritt krönen und sich mit einem weiteren Sieg in eine gute Position bringen. Die angedeutete Verstärkung aus der NHL wird in Kürze zum Team stoßen, was die Vorbereitung zusätzlich intensivieren wird. Die Details in der Defensive werden weiterhin im Fokus stehen, um bei der WM in Bestform zu agieren. Die Leistung gegen Ungarn war zwar überzeugend, doch die Schweizer wissen: Es gibt noch Luft nach oben.