Schweinfurt 05: geis schießt scharf – abstieg ist realität!
Der Fall ist erledigt: Der FC Schweinfurt 05 steigt aus der 3. Liga ab. Ein Abgesang auf eine Saison zum Vergessen, begleitet von drastischen Worten eines ehemaligen Bundesliga-Stars. Johannes Geis, einst Hoffnungsträger, lässt wenig Gutes auf die Leistung von Mannschaft und Verein übrig.
Einziger lichtblick: die fans
Nach der 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiß Essen am Dienstagabend platzte Geis' Damoklesschwert. Die Enttäuschung ist ihm deutlich anzusehen, doch er macht keine Gefangenen. „Es war irgendwo schon absehbar, aber es schmerzt brutal“, so der Mittelfeldspieler im Interview bei MagentaTV. Sein Urteil ist hart: „Das Einzige, was hier drittligatauglich ist, sind die Fans. Für die tut es mir leid, für die Mannschaft tut es mir nicht leid. Wir haben es absolut verdient.“ Eine Ansage, die in der fränkischen Fußballszene für Gesprächsstoff sorgt.

Jermaine jones' rettungsversuch scheitert
Die Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Bad-Boy Jermaine Jones als Cheftrainer Ende Februar sollte der vermeintliche Turbo für den Abstiegskampf werden. Doch auch der erfahrene Coach konnte die Abwärtsspirale nicht stoppen. Mit nur sechs Punkten aus den ersten Spielen stellte Schweinfurt einen Negativrekord in der 3. Liga auf. Die „Schnüdel“ wirkten von Beginn an überfordert und konnten sich im Abstiegskampf nie wirklich behaupten.

Die zukunft ist ungewiss
Geis' eigene Zukunft beim FCS ist derweil völlig offen. Obwohl er langfristig engagiert war, wurden offenbar keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt. „Ich bin hier langfristig hergekommen, aber es wurden noch keine Gespräche geführt. Ich weiß nicht, wie der Stand im Verein ist oder wie der Verein zu mir steht“, erklärt der Routinier. Er betont zwar, dass ihn diese Situation nicht nervt, doch die deutliche Kritik an der Mannschaft und dem Verein lässt seine eigene Position in Frage stellen.
Eine saison zum vergessen
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: 17 Punkte, 76 Gegentoren und 25 Niederlagen in 32 Spielen. Schweinfurt droht, auch in diesen Bereichen unliebsame Rekorde aufzustellen. Geis spricht von einer „Saison, die ihn brutal nervt, weil viel mehr drin gewesen wäre.“ Er räumt ein, dass die Mannschaft es nicht verdient hat und spricht eine deutliche Warnung aus: „Wenn wir uns weiter so präsentieren, dann ist klar, dass es auch nächstes Jahr schwierig wird – egal, wo wir spielen.“
Ein tröstlicher Gedanke für die Fans: Der Abstieg ist da, aber die Chance, sich in der Regionalliga neu zu beweisen, besteht. Ob Schweinfurt aus dieser Krise gestärkt hervorgeht, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedoch nicht gut.
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