Masters in augusta: mcilroy und young liefern kopf-an-kopf-rennen!
Augusta, Georgia – Der Traum vom grünen Jacket lebt! Rory McIlroy, der am Samstag noch komfortabel führte, musste sich im Masters in Augusta dem aufsteigenden Stern Cameron Young geschlagen geben. Ein dramatischer Showdown am Sonntag verspricht Golf-Spannung auf höchstem Niveau.
Mcilroys patzer: ein verlorener vorsprung
Nach zwei starken Tagen mit einer 67 und einer 65 schien McIlroy auf dem Weg zum Sieg. Doch die dritte Runde gestaltete sich zum Albtraum: Eine 73er-Runde ließ seinen Vorsprung von sechs Schlägen in Luft auflösen. „Ich hatte es heute einfach nicht drauf“, gestand der Nordire nach seiner Leistung. Besonders das 11. Loch, an dem sein Ball im Wasser landete und einen Doppelbogey zur Folge hatte, schmerzte.
Die Zahl spricht für sich: McIlroy hatte am Samstag mit dem größten Halbzeitvorsprung der Geschichte in den dritten Tag gestartet. Dieser ist nun aber futsch. Das Masters ist berühmt für seine tückischen Grüns und die Fähigkeit, selbst Top-Golfer in die Knie zu zwingen. Und genau das ist McIlroy widerfahren.

Young stürmt heran: der herausforderer aus den usa
Während McIlroy kämpfte, zeigte Cameron Young eine beeindruckende Vorstellung. Mit einer herausragenden 65er-Runde zog er gleich und katapultierte sich an die Spitze. Hinter den beiden lauert Sam Burns mit nur einem Schlag Rückstand, bereit, jede Gelegenheit zu nutzen. Shane Lowry, der als erster Golfer der Geschichte ein zweites Hole-in-one beim Masters erzielte, liegt zwei Schläge zurück.
Auch der zweimalige Champion und Weltranglistenerste Scottie Scheffler (USA) ist noch im Rennen um den Sieg. Mit einer 65er-Runde verbesserte er sich auf den siebten Platz und liegt nur vier Schläge hinter der Spitze. „Viele Jungs haben morgen eine Chance“, räumte McIlroy ein, was die Spannung des Finales noch weiter erhöht.
Ein historischer Kontext: McIlroy versucht, in einen exklusiven Kreis einzudringen, zu dem bisher nur Tiger Woods, Nick Faldo und Jack Nicklaus gehören – Golfer, die das Masters zweimal in Folge gewonnen haben. Die deutsche Golfszene muss in diesem Jahr leider ohne Beteiligung auskommen. Bernhard Langer hatte sich nach 41 Teilnahmen aus Augusta verabschiedet, und auch Tiger Woods fehlt das Turnier aufgrund seines Genesungsprozesses nach einem schweren Autounfall.
Der Kampf um das grüne Jacket ist eröffnet. Der Sonntag verspricht ein Spektakel, das Golf-Fans auf der ganzen Welt in Atem halten wird. Wer wird sich den Titel sichern und seinen Namen in die Geschichte des Masters schreiben?
