Schröder versinkt im dunkel: cavs kassieren celtics-dämpfer

Die Cleveland Cavaliers verlieren das Prestige-Duell der Eastern Conference 98:109 gegen Boston – und Dennis Schröder wirkt wie ein Fremdkörper. 20 Minuten, zwei Punkte, drei Rebounds, zwei Assists. Die Zahlen sind kaum glaublich für einen Weltmeister, der einst die TD Garden zum Beben brachte.

Tatum zurück, schröder weg

Jayson Tatum feierte nach seinem Achillessehnenriss ein mit 20 Punkten unterschriebenes Comeback. Schröder? Er stand oft mit leeren Händen da, als hätte Boston seine Spielverlautbarungen entziffert. Die Celtics verteidigten ihn mit Switch-Prinzip und engen Lücken, sodass seine gefürchtete Penetration ins Leere lief. Cleveland brauchte Führung, bekam Stagnation.

Donovan Mitchell stemmte sich mit 30 Punkten gegen die Niederlage, doch Jaylen Brown antwortete aus der Dreierlinie und Mitteldistanz – 23 Punkte, keine Gnade. Die Cavs verlieren damit zum dritten Mal in dieser Saison gegen Boston, und die psychologische Brisanz ist nicht von der Hand zu weisen: Wer im März die Spitze nicht schlägt, trägt das Selbstvertrauen wie ein Rucksack voller Steine in die Play-offs.

Cleveland bleibt mit 39:25 Siegen Vierter der East, sichert sich voraussichtlich Heimrecht in Runde eins. Boston steht bei 43:21 und baut den Vorsprung auf Platz zwei aus. Die Statistik beruhigt nur auf dem Papier. Denn wenn Schröder schweigt, fehlt den Cavs der Kommandant, der in engen Minuten den Ball sicher verteilt – und der Gegner das Fürchten lehrt.

Die Play-offs rücken näher. Die Frage ist nicht, ob Cleveland bereit ist, sondern ob Schröder endlich erwacht. Ohne ihn bleibt die Cavs-Offensive ein Schlagloch, das selbst Donovan Mitchell nicht asphaltieren kann.