Schröder rettet die cavaliers: entscheidung in game 5!
Cleveland – Es war ein Krimi, ein Kampf bis zur letzten Sekunde, und am Ende triumphierten die Cleveland Cavaliers mit 125:120 gegen die Toronto Raptors. Der Sieg bedeutet die 3:2-Führung in der Serie, und ein Mann war maßgeblich dafür verantwortlich: Dennis Schröder. Seine Leistung im Schlussviertel katapultierte die Cavs zurück ins Spiel und ließ die Raptors sprachlos zurück.

Die wende kam von der bank
Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der die Raptors mit spürbarem Momentum führten, brauchte Cleveland einen Funken. Dieser Funke kam von Dennis Schröder. Der deutsche Guard übernahm das Kommando, sprach die Mannschaft an und zeigte ihnen, wie man Cavs-Basketball spielt. "Wir mussten dieses Spiel gewinnen," erklärte Schröder nach der Partie. "Ich hatte das Gefühl, ich muss etwas zur Gruppe sagen, damit wir aufstehen, Cavs-Basketball spielen und nach unseren Maßstäben auftreten."
Schröder spielte das komplette vierte Viertel und erzielte davon beeindruckende 11 seiner 19 Punkte. Die Fans in der Rocket Mortgage FieldHouse tobten, als er mit klugen Pässen und waghalsigen Würfen die Führung sicherstellte. Die Raptors wirkten zunehmend frustriert, während Schröder in seinem Element schien – in einem großen Spiel, in den Playoffs.
Head Coach Kenny Atkinson schwärmte nach dem Spiel von der Erfahrung und Reife seines Guards: "Das war einer der Gründe, warum wir ihn geholt haben. Er hat große Spiele in der NBA und international erlebt – solche Partien liegen ihm." Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Heute war er 'Dennis the Menace'." Und das war er auch, denn selbst als Atkinson Wechsel wünschte, wurden diese vom Team unterbunden. Donovan Mitchell und Evan Mobley wollten Schröder auf dem Feld lassen.
Die Ballverluste im Griff: Ein Aspekt, der besonders auffiel, war die Stabilisierung der Ballkontrolle durch Schröder. Cleveland leistete sich im entscheidenden Viertel nur noch einen Turnover. James Harden brachte es auf den Punkt: "Gebt Dennis den Ball." Diese einfache, aber effektive Strategie zahlte sich aus.
Für Schröder, der in den ersten vier Spielen eine eher untergeordnete Rolle spielte, war es die Chance, sich zu beweisen. Seine durchschnittliche Spielzeit lag bei knapp elf Minuten und er erzielte lediglich 4,5 Punkte. Doch er wusste, dass seine Stunde kommen würde, und er nutzte sie mit Bravour. "Jeder Spieler will in solchen Situationen stehen," betonte Schröder.
Die Cavaliers haben nun die Kontrolle über die Serie zurückgewonnen und stehen kurz vor dem Einzug in die nächste Runde. Die Raptors sind nun am falschen Ende des Feldes und müssen in Game 6 alles riskieren, um ihre Hoffnungen am Leben zu erhalten. Die Spannung ist zum Greifen nahe – und Dennis Schröder hat bewiesen, dass er in den großen Momenten liefern kann.