Schrecksekunde bei der volta: pedersen fürchtet karriereende!
Ein Moment der Angst und Ungewissheit hat die Volta a la Comunitat Valenciana überschattet: Der dänische Top-Sprinter Mads Pedersen erlitt im ersten Etappenrennen am 4. Februar einen schweren Sturz, der ihn beinahe seine Karriere gekostet hätte. Was zunächst als harmloser Sturz aussah, entpuppte sich als dramatische Situation, die den Lidl-Trek-Fahrer in Panik versetzte.

Der sturz: ein schock für fahrer und team
Der Unfall ereignete sich in einer chaotischen Phase des Rennens. Pedersen wurde in einen Massensturz verwickelt, wobei er mit voller Wucht auf den Asphalt knallte. Die Schwere des Aufpralls war derart immens, dass der Däne zunächst bewusstlos liegen blieb. „Der Arzt dachte sofort, ich hätte mir meinen Hals oder meine Wirbelsäule gebrochen. Ich bekam sofort einen Nackenschutz angelegt“, berichtete Pedersen später im Podcast „Half Wheeling“. Die Worte des Fahrers zeichneten ein erschreckendes Bild der Situation.
Jeroen Heymans, Pedersens Mechaniker, war einer der ersten Helfer am Unfallort. Er beschrieb eine Szene, die von Schmerz und Verzweiflung geprägt war. „Seine Schreie waren so laut, dass sie alle Anwesenden aufschreckten. Es war ein dantesques Bild“, so Heymans. Inmitten der Panik konnte Pedersen nur eine Bitte äußern: Er wolle, dass seine Frau benachrichtigt wird.
Im Teamwagen herrschte höchste Alarmstufe. Sportdirektor Mikey Schar stellte die entscheidende Frage, die die gesamte Expedition in Atem hielt: „Kann Mads seine Beine bewegen?“ Die rasche Ankunft des Rettungswagens brachte zumindest etwas Erleichterung, obwohl die Ungewissheit weiterhin präsent war.
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Die Fahrt ins Krankenhaus, die 90 Minuten dauerte, war von emotionaler Anspannung geprägt. Pedersen selbst erinnert sich: „Ich sagte zu Mikey: ‚Wenn ich mir meine Wirbelsäule breche, werde ich mich nicht erholen und das Radfahren ist für mich vorbei.‘“ Glücklicherweise bestätigten die anschließenden Untersuchungen, dass keine schwerwiegenden Schäden an der Wirbelsäule vorliegen. Stattdessen wurde ein Bruch des Handgelenks und des Schlüsselbeins diagnostiziert.
Die ersten Prognosen sprachen von einer langen Ausfallzeit von rund zwölf Wochen. Doch Pedersen bewies unglaublichen Kampfgeist und Willen. Er kehrte bereits nach sechs Tagen aufs Rad zurück und feierte im Anschluss bemerkenswerte Erfolge: Platz vier bei Mailand-Sanremo, Platz fünf bei Gent-Wevelgem und Platz sieben bei Paris-Roubaix.
Nun richtet sich Pedersens Blick auf den Tour de France, nachdem er zuvor im Critérium du Dauphiné seine Form testen wird. Seine beeindruckende Rehabilitation und sein schneller Comeback sind ein Beweis für seine außergewöhnliche Mentalität und seinen unbändigen Ehrgeiz. Ein Rückblick auf diesen beinahe verhängnisvollen Sturz zeigt, wie fragil eine Karriere im Profi-Radsport sein kann, aber auch, wie stark die Leidenschaft und der Wille eines Athleten sein können.
