Schottland vor dem wm-desaster: torwart-rückschau weckt zweifel
Ein Beben erschüttert das schottische Nationalteam kurz vor der Weltmeisterschaft: Keine der drei ausgewählten Torhüter konnte in der vergangenen Saison überzeugen. Die Situation wirft ernsthafte Fragen nach der Stabilität im Kasten auf und lässt Fans bangen.

Drei torwarte, sieben einsätze: ein rätsel für steve clarke
Trainer Steve Clarke hat eine verzweifelte Auswahl getroffen. Angus Gunn, Liam Kelly und Craig Gordon – die drei potenziellen Nummer Eins – summierten lediglich sieben Einsätze in der Saison, von denen nur zwei als Stammspieler absolviert wurden. Ein erschreckender Wert, der die mangelnde Konstanz und das fehlende Vertrauen in die Torwartposition verdeutlicht.
Craig Gordon, mit seinen 43 Jahren der mit Abstand älteste Spieler im schottischen WM-Kader, ist ein lebendes Fossil. Sein Auftreten gleicht dem eines Großvaters im Vergleich zu Endricks Vater, Douglas Ramos. Gordon bestritt lediglich drei Spiele für Hearts, meistens als Reservist hinter dem deutschen Torwart Schwolow. Die Einsatzzeiten waren rar, die Leistungen unüberzeugend.
Angus Gunn, der im bisherigen WM-Vorbereitungslager als Nummer Eins gesetzt war, spielte beim Nottingham Forest nur eine Halbzeit gegen Crystal Palace. Die Konkurrenz durch Sels und John Victor war schlichtweg zu groß. Liam Kelly fand sich bei den Glasgow Rangers in der Liga überhaupt nicht zurecht, während Butland die erste Wahl war. Die Bilanz liest sich wie ein Albtraum für schottische Fans.
Die Torwart-Situation ist ein offenes Wunde. Die WM in Katar steht vor der Tür, und Steve Clarke muss schnell eine Lösung finden, bevor das schottische Team in die Abgründe des internationalen Fußballs abrutscht. Die Entscheidung für einen der drei Torhüter wird über Erfolg oder Misserfolg im Turnier entscheiden – und die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers scheint größer denn je.
