Scholes zieht nach carrick-diss die notbremse – die story hinter dem instagram-schlag
Paul Scholes hat nach dem 1:2 gegen Newcastle einen Shitstorm provoziert und nur Stunden später die Notbremse gezogen. Der Grund: ein vier Worte langer Instagram-Diss, der zwischen zwei United-Ikonen für Eiszeit sorgte.
Die story, die carrick wütend machte
„Michael muss verdammt viel drauf haben“, postete Scholes am Mittwochabend, nachdem er 90 Minuten lang gesehen hatte, wie United sich von Newcastle dominiert vorkommen ließ. Gemeint war: Carrick schafft Ergebnisse, obwohl sein Team „in den letzten vier Spielen crap war“. Die Formulierung war eine Ohrfeige, nicht ein Klaps. Carrick, seit Januar Chef nach dem Amorim-Debakel, hatte United auf Rang drei katapultiert – und kassierte trotzdem Spott aus der eigenen Legendenriege.
Die Reaktion im Verein ging sofort durch die Whatsapp-Gruppen. Carrick sei „stinksauer“ gewesen, berichten Insider. Scholes habe sich innerhalb von Minuten mit einer Sprachnachricht entschuldigt – „nie meine Absence, dich anzupissen“, versicherte er. Carrick antwortete laut Podcast „goodbadfootball“ nur kurz: „Alles gut, Paul. Aber nächstes Mal sprich mich vorher an.“

Warum scholes trotzdem nicht zurückrudert
Statt die Kritik zu schlucken, zog Scholes nach. „Ich sagte, was jeder Analyst denkt: United spielt seit Wochen schlecht, steht aber dank individueller Klasse vorne“, betonte er. Die Zahlen geben ihm recht: vier Siege in den letzten fünf Partien, aber erwartete Tordifferenz laut xG nur +1,2 – ein Warnsignal. Scholes sieht sich als Ventil für Frust, nicht als Verräter. „Wenn wir nicht reden, glauben die Fans, alles sei in Ordnung. Das ist es nicht.“
Carrick selbst hat die Story nicht kommentiert. Stattdessen lud er am Donnerstagmorgen ein Video hoch: Trainingsböller, lachende Gesichter, kein Wort über Scholes. Die Botschaft: Weitermachen. Die Realität: Bei United herrscht Klima wie vor einem Derby – nur dass dieses Mal die eigene Legende den ersten Schlag austeilte.
Die Fans spalten sich. Die eine Hälfte feiert Scholes als letzten ehrlichen Stimme, die andere wirft ihm Verrat vor. Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Stadion und Social-Media-Kanal. Dort, wo einst Scholes und Carrick 160 Mal Seite an Seite standen, stehen nun zwei Männer, die wissen: ein Satz reicht, um eine Dynastie zu beschädigen. Die nächsten 90 Minuten gegen Brighton am Samstag werden zeigen, ob Carrick antwortet – oder ob Scholes wieder zuschlägt.
