Schockstart bei der wm: mexiko gewinnt, aber ohne feuer!

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat mit einem überraschend blassen Auftakt begonnen. Mexiko setzte sich zwar gegen Südafrika mit 2:0 durch, doch die Leistung beider Mannschaften ließ bei den Experten wenig Begeisterung aufkommen. Ein Benefizspiel, so der Eindruck – und das trotz dreier Platzverweise.

Die intensität fehlte völlig

Christoph Kramer, frischgebackener Weltmeister, drückte im ZDF seine Enttäuschung aus. Er hatte mit einer deutlich höheren Intensität und Leidenschaft gerechnet. „Man hatte im Vorfeld das Gefühl: Das ist so aufgeladen, und ich habe eine große Intensität erwartet“, so Kramer. Stattdessen beobachtete er ein Spiel mit großen Räumen und wenig Zweikampfstärke. „Eher wie ein Benefizspiel“, urteilte er unmissverständlich.

Auch die Zuschauer schienen von der fehlenden Dynamik nicht begeistert zu sein. Kramer wies auf vereinzelte Laola-Wellen auf den Rängen hin, ein deutliches Zeichen dafür, dass auf dem Platz zu wenig los war. Die Spieler ließen sich scheinbar spielen, was die Atmosphäre zusätzlich dämpfte.

Streich

Streich's kritik: südafrika enttäuschte

Auch Freiburgs Trainerlegende Christian Streich zeigte sich enttäuscht, insbesondere von Südafrika. Er hatte erwartet, dass sich die Mannschaft wehren würde, doch die Räume blieben riesig. Das frühe Gegentor schockierte Südafrika, und die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen.

Die Partie bot zwar einige spektakuläre Momente. Julian Quinones erzielte die frühe Führung für Mexiko, und Raúl Jiménez, der nach einem schweren Schädelbruch und einer Hirnblutung um seine Karriere fürchten musste, erhöhte per Kopf auf 2:0. Sein Jubel war von großer Emotion geprägt, Tränen der Erleichterung rannen ihm über das Gesicht. Die drei Platzverweise – Sithole, Zwane und Montes – sorgten für zusätzliche Brisanz, konnten aber die generelle Kritik nicht ausräumen.

Drei rote karten, aber kein feuerwerk

Drei rote karten, aber kein feuerwerk

„Drei Rote Karten – aber es ist gar nicht viel passiert, es herrschte gar nicht die Intensität, die ich erwartet hatte“, fasste Streich zusammen. Die hohe Anzahl an Platzverweisen stand in krassem Gegensatz zu dem, was man von einem WM-Eröffnungsspiel erwartet. Mexiko mag zwar erfolgreich ins Turnier gestartet sein, aber der erste Abend hat viele Fragen aufgeworfen. Die Erwartungen waren hoch, die Realität blieb hinter den Hoffnungen zurück. Das Turnier hat gerade erst begonnen, aber der Auftakt war alles andere als überzeugend – und lässt auf weitere spannungsarme Partien schließen.