Schock in tunesien: renard übernimmt nach lehrgang!

Ein Erdbeben im tunesischen Fußball! Nur wenige Tage nach der desaströsen WM-Auftaktpleite gegen Schweden (1:5) steht Tunesiens Nationaltrainer Sabri Lamouchi bereits vor dem Aus. Der Schritt kam schneller als erwartet und wirft einen langen Schatten auf die weiteren Aussichten der nordafrikanischen Mannschaft.

Französische rettungskräfte: hervé renard übernimmt

Französische rettungskräfte: hervé renard übernimmt

Die tunesische Regierung hat sich entschieden und den Franzosen Hervé Renard (57) als neuen Bondetrainer präsentiert. Das berichtet der staatliche tunesische Fernsehsender und zitiert Verbandspräsident Moez Nasri. Lamouchi hat das Teamquartier in Mexiko bereits verlassen, ein deutliches Zeichen für das Aus.

Renard wird voraussichtlich zeitnah im Mannschaftscamp erwartet und soll bereits die Vorbereitung auf das entscheidende Gruppenspiel gegen Japan am Sonntag (6 Uhr, MagentaTV und im Live-Ticker bei sportbild.de) leiten. Die Aufgabe ist alles andere als einfach, denn die Tunesier stehen unter enormem Druck.

Renard, ein erfahrener Afrika-Cup-Sieger, genießt in Afrika einen exzellenten Ruf. Er führte sowohl Sambia als auch die Elfenbeinküste zu überraschenden Titeln beim Afrika-Cup und wurde dreimal zu Afrikas Trainer des Jahres ausgezeichnet. Seine Spielerfahrung beschränkte sich auf kleinere Klubs, doch seine taktische Versiertheit ist unbestritten.

Die Lage in Tunesien war bereits vor der WM angespannt. Unter Lamouchis Führung konnte das Team lediglich einen Sieg aus fünf Spielen erzielen – ein mageres 1:0 gegen Haiti. Die Niederlagen gegen Österreich (0:1) und Belgien (0:5) verdeutlichen die Probleme. Die beiden verbleibenden Gruppenspiele gegen Japan und Holland werden nun zur echten Bewährungsprobe für Renard und sein Team.

Die Gruppe F ist hart umkämpft. Nur die beiden Gruppenersten sind sicher für das Achtelfinale qualifiziert, zudem haben die acht besten Gruppendritten noch eine Chance. Renard muss schnell die richtigen Kniffe anwenden, um das Ruder herumzureißen und Tunesien noch eine realistische Chance auf das Weiterkommen zu ermöglichen. Die Uhr tickt!