Schock in new england: deutschland scheitert an paraguay!
Die Titelträume sind geplatzt! Die deutsche Nationalmannschaft hat im WM-Achtelfinale gegen Paraguay ein desaströses Elfmeterschießen überstanden und muss sich mit einer bitteren Niederlage abfinden. Ein Spiel, das mehr als nur ein Ausscheiden bedeutet: Es ist ein Aufruf zum Umdenken, ein Weckruf für den deutschen Fußball.
Ein auftritt zum vergessen – undav im fokus
Deniz Undav, der im Sechzehntelfinale erstmals in der Anfangself stand, konnte den Erwartungen leider nicht gerecht werden. Seine Leistung war schwach, er brachte kaum Schwung ins Spiel und blieb weitestgehend blass. Es ist kein Vorwurf gegen den Spieler, vielmehr spiegelte es die generelle Abstimmung des Teams wider.

Elfmeter-drama und verpasste chancen
Das Spiel selbst war ein Wechselbad der Gefühle. Paraguay ging durch Julio Enciso in Führung, ein Treffer, der die deutsche Defensive mehr als nur kurz schockierte. Kai Havertz gelang zwar der Ausgleich, doch die Überlegenheit konnte nicht in einen Sieg umgewandelt werden. Im Elfmeterschießen dann die bittere Erkenntnis: Havertz, Woltemade und Tah scheiterten – ein dramatischer Moment, der die Hoffnung im Keim erstickte. Die Paraderolle von Manuel Neuer konnte an diesem Abend das Unglück nicht abwenden.

Einzelkritik: wer versagte, wer glänzte?
Manuel Neuer, wie so oft, hielt das, was zu halten war, und parierte im Elfmeterschießen sogar einen Schuss. Doch auch ein starker Keeper kann ein solches Desaster nicht verhindern. Joshua Kimmich wirkte bemüht, doch seine Chipbälle brachten selten die erhoffte Gefahr. Jonathan Tah, der in der regulären Spielzeit solide agierte, vergab im Elfmeterschießen denkbar unglücklich. Aleksandar Pavlovic zeigte zumindest im Vergleich zu seinen vorherigen Auftritten eine verbesserte Präsenz, während Felix Nmecha kaum in das Spiel eingreifen konnte.
Die Auswechselspieler, darunter Jamal Musiala, konnten ebenfalls nicht den gewünschten Effekt erzielen. Die Offensive wirkte ideenlos, die Defensive stand zwar meist sicher, wurde gegen die cleveren Südamerikaner aber immer wieder vor Probleme gestellt. Die Abwehr um Rüdiger fand selten ihren Rhythmus, die langen Bälle landeten oft im Nirgendwo.
Florian Wirtz, der lange Zeit schwach agierte, bereitete zwar den Ausgleichstreffer durch Havertz vor, konnte aber ansonsten kaum überzeugen. Undavs Leistung war die schwächste im Team, während Waldemar Anton in der Schlussphase eine solide Leistung zeigte, obwohl ihm wohl ein unglücklicher Eingriff den Sieg verwehrte.

Neuanfang nach dem schock
Dieses Ausscheiden ist ein Schock für den deutschen Fußball. Es zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um wieder an die Weltspitze zurückzukehren. Julian Nagelsmann steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Er muss das Team neu formieren, eine neue Spielphilosophie entwickeln und den deutschen Fußball wieder auf Kurs bringen. Die nächste WM wird zeigen, ob die Lehren aus diesem bitteren Ausscheiden gezogen wurden.
