Schock in nrw: dfb-elf scheitert an paraguay – elfmeterschießen entscheidet wm-traum!
Die Stille war ohrenbetäubend. In unzähligen Wohnzimmern, Kneipen und auf Public-Viewing-Plätzen in Nordrhein-Westfalen erstarb gestern Abend der Traum von der Weltmeisterschaft. Nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen Paraguay ist die deutsche Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale ausgeschieden. Ein Schock für die Fans, eine bittere Enttäuschung für den Fußball-Bund.
Die verlorene führung und die paraguayer nerven
Das Spiel in Boston verlief alles andere als nach deutschem Wunsch. Trotz Überlegenheit im Mittelfeld geriet das DFB-Team bereits in der 42. Minute in Rückstand, als Julio Enciso mit einem überraschenden Treffer für Paraguay traf. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann zeigte aber Moral und glich die Partie in der 54. Minute durch Kai Havertz aus. Doch die Verlängerung brachte keine Entscheidung, und so kam es zum Nervenspiel um den Elfmeterpunkt.
Ein Elfmeterschießen zum Vergessen: Kimmich, Musiala und Amiri verwandelten ihre Schüsse, Neuer parierte einen Elfmeter, doch die Fehlschüsse von Havertz, Woltemade und schließlich Jonathan Tah besiegelten das bittere Aus. José Canale verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum 3:4-Endstand. Eine bittere Pille für die deutsche Mannschaft und ihre Anhänger.

Von jubel bis zur stille: nrw erlebt wm-aus hautnah
Die Stimmung in NRW war während des Turniers ausgelassen, doch das frühe Aus der DFB-Elf ließ die Euphorie schnell verrauchen. In Münsters Altstadt hatte sich noch zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff eine riesige Menschenmenge versammelt, angeheizt vom EM-Kult-Saxofonisten André Schnura. In Solingen sorgte Wolf Codera mit seinen Saxofonklängen für die passende musikalische Untermalung des Zitters. In Mönchengladbach versammelten sich erwartungsvoll die Menschen an der Kaiser-Friedrich-Halle und am Bunten Garten. Ein besonderes Bild bot sich in Börninghausen, wo die gesamte Dorfgemeinschaft in einer liebevoll umgebauten Scheune zusammenkam, um das Spiel zu verfolgen – und gemeinsam zu leiden.
Die Einlasskontrollen in der Duisburger Kneipe „Coupé 1900“ zeigten, dass der Fußball verbindet – über Generationen und politische Ansichten hinweg. Eine Nonne der Franziskanerinnen saß in Olpe vor dem Bildschirm und zitterte mit jedem Spiel. Doch am Ende überwog die fassungslose Stille, die sich über alle Schauplätze in NRW legte. Das ist das nächste Debakel für den DFB nach den Enttäuschungen von 2018 und 2022. Die Hoffnung auf einen Titel ist erneut geplatzt.
Die Mannschaft muss sich nun fragen, wie es weitergehen soll. Die WM 2026 ist vorzeitig vorbei, und die Fans in NRW und im ganzen Land stehen vor einer langen und enttäuschenden Zeit.
