Schock für die elfenbeinküste: wm ohne fans?
Ein jähes Ende der Hoffnung für die Fans der Elfenbeinküste: Nur wenige Tage vor dem WM-Start in den USA, Kanada und Mexiko steht fest, dass die „Elefanten“ wohl ohne ihre treuen Anhänger auskommen müssen. Die strengen Visabestimmungen in den USA scheinen den Weg für eine Reiseerlaubnis zu versperren – ein herber Schlag für das Team und eine bittere Enttäuschung für die Fans.
Visa-chaos überschattet den wm-traum
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Die Fanvereinigung der Elfenbeinküste bestätigte, dass die Visa-Anträge der meisten Fans abgelehnt wurden. Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), äußerte sich enttäuscht: „Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will.“ Ein Hoffnungsschimmer besteht lediglich für eine Handvoll CNSE-Funktionäre, die nun die in den USA lebenden ivorischen Fans betreuen sollen.
Diese Situation ist kein Einzelfall. Bereits in den letzten Wochen gab es Berichte über Einreisebeschränkungen für Fans aus verschiedenen Ländern, was die Organisation der WM erheblich erschwert. Die FIFA steht damit vor einer neuen Herausforderung, die nicht nur die Stimmung im Stadion beeinträchtigt, sondern auch die kulturelle Vielfalt des Turniers schmälert.

Infantino setzt auf gnade – streich kritisiert wm-inszenierung
Während die Elfenbeinküste mit Visa-Problemen kämpft, äußerte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Hoffnung auf eine Begnadigung für den in Algerien inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes. Er schlug einen symbolischen leeren Stuhl bei der Pressekonferenz vor und betonte die Notwendigkeit einer humanitären Geste.
Nicht nur die Einreisebestimmungen sorgen für Kontroversen. Ex-Freiburg-Trainer Christian Streich äußerte sich kritisch zur Inszenierung der WM durch Infantino und bezeichnete die Ticketpreise als „pervers“. Trotzdem befürwortet er die WM, räumte aber ein, dass die Inszenierung sprachlos mache.

Vor dem eröffnungskick: sicherheitsvorkehrungen und proteste
Auch am Tag des Eröffnungsspiels zwischen Mexiko und Südafrika sind weitere Proteste geplant, während die Polizei rund um das Aztekenstadion eine umfangreiche Sicherheitszone eingerichtet hat. Die Suche nach Vermissten wird von Familienangehörigen fortgesetzt, die ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht verlieren wollen.
Die WM steht somit vor ihrer offiziellen Eröffnung, doch die Schatten der politischen und logistischen Herausforderungen liegen weiterhin über dem Turnier. Ob die „Elefanten“ dennoch eine Überraschung schaffen können, bleibt abzuwarten – ohne die Unterstützung ihrer Fans wird es jedoch eine schwere Aufgabe.
