Schock für den deb: deutschland scheitert erneut bei wm!
Ein bitterer Tag für den deutschenEishockey-Bund: Die Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz erneut in der Vorrunde ausgeschieden. Die Hoffnung auf eine Überraschung, wie sie 2023 unter Trainer Harold Kreis mit dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille verbunden war, ist geplatzt. Lettland demonstrierte eine beeindruckende Leistung und schickte die deutsche Mannschaft mit einem deutlichen 8:1-Sieg nach Hause.
Die enttäuschung ist groß: was schiefgelaufen ist
Die Niederlage gegen Lettland markiert das dritte enttäuschende Turnier in Folge für das Team von Bundestrainer Kreis. Zuvor war der Traum bei der WM in Dänemark im Vorrunden-Aus geplatzt, und die Olympischen Spiele in Mailand mit dem Star-Ensemble um Leon Draisaitl endeten in einer herben Enttäuschung. Die Leistung gegen Großbritannien am Montag, ein 6:3-Sieg, reichte letztlich nicht aus, um die K.o.-Runde zu erreichen. Nur ein lettischer Fehltritt hätte den Weg noch geebnet – dieser blieb jedoch aus.
Die Zukunft von Bundestrainer Harold Kreis ist nun ungewiss. DEB-Sportvorstand Christian Künast vermied es, eine klare Aussage über die weitere Zusammenarbeit zu treffen. „Darüber müssen wir noch nicht sprechen. Lasst uns erstmal die Analyse machen“, erklärte Künast nach dem Spiel gegen Großbritannien, wobei er betonte, dass eine frühzeitige Entscheidung vermieden werden solle. Die Analyse des Turniers soll ab kommender Woche beginnen, was die Unsicherheit um Kreis' Position weiter verstärkt.

Müllers appell: „alle an einen tisch!“
Ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft, Franz Müller, forderte nach dem Ausscheiden eine offene Diskussion und Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Wir müssen alle an einen Tisch setzen und ehrlich miteinander reden, um die Ursachen für diese Fehlentwicklung zu finden“, sagte Müller. Die Heim-WM im kommenden Jahr in Düsseldorf, Mannheim und auf Schalke steht vor der Tür, und die Verantwortlichen müssen nun handeln, um das Team wieder auf Kurs zu bringen.
Die Leistung der Mannschaft, insbesondere die fehlende Identität, wurde auch von Spielern wie Moritz Seider kritisiert. „Wir haben im Moment keine wirkliche Identität“, räumte Seider ein, was die Notwendigkeit einer umfassenden Analyse und Neuausrichtung unterstreicht. Die Fans müssen sich darauf einstellen, dass der Weg zurück an die Spitze des internationalen Eishockeys lang und beschwerlich sein wird.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Mehr als drei Millionen Sportfans nutzen bereits die App des Deutschen Eishockey-Bundes, was die hohe Erwartungshaltung an die Nationalmannschaft verdeutlicht. Die Enttäuschung über das erneute Vorrunden-Aus ist groß, und die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft des deutschen Eishockeys zu stellen.
