Korpatsch: vom camper zum deutschen tennis-neuling!

Paris – Ein überraschender Aufstieg in der Welt des Tennis: Tamara Korpatsch, die lange Zeit im Camper von Turnier zu Turnier reiste, hat bei den French Open 2026 die dritte Runde erreicht und sich damit als deutsche Nummer 3 etabliert. Eine Geschichte von Durchhaltevermögen, familiärer Unterstützung und dem unbedingten Willen, im Profisport Fuß zu fassen.

Die ungewöhnliche reise zur dritten runde

Die ungewöhnliche reise zur dritten runde

Die 31-Jährige, die sich in einem spannenden Match gegen Xinyu Wang durchsetzte, sorgte nicht nur mit ihrem Erfolg, sondern auch mit einer hitzigen Diskussion über die Gültigkeit eines Schlages für Gesprächsstoff. Korpatsch, die sich vehement gegen den Vorwurf des Betrügens verteidigte, zeigte damit den unbändigen Kampfgeist, der sie zu dieser Leistung getrieben hat.

Es ist eine Premiere für Korpatsch, die erst nach 15 Jahren auf der Tour erstmals ein Grand-Slam-Achtelfinale erreicht. Ihre Karriere begann in den kleinen ITF-Turnieren, wo sie mit ihrer Familie oft im Auto oder im Camper schlief. „Wir hatten es nicht leicht“, erinnert sich Korpatsch, „aber wir haben immer daran geglaubt.“

Die Familie als Rückgrat

Ihr Vater brachte ihr das Tennisspielen bei, ihre Mutter ist stets zur Seite und unterstützt sie nicht nur emotional, sondern auch als Besaiterin und Hundesitterin für ihren Maltipoo Stella. Diese familiäre Verbundenheit ist ein wesentlicher Bestandteil ihres Erfolgs.

Korpatsch’ Weg war alles andere als geradlinig. Sie kämpfte sich durch die Ränge, oft ohne die Unterstützung des Deutschen Tennisbundes. Dennoch gelang es ihr, sich einen Namen zu machen und nun, mit 31 Jahren, die Tenniswelt zu überraschen.

Die Leistung von Korpatsch ist nicht nur ein Erfolg für sie selbst, sondern auch ein Zeichen für alle Spielerinnen und Spieler, die außerhalb der absoluten Spitze kämpfen. Wie Aryna Sabalenka betonte, ist es wichtig, dass auch Spielerinnen jenseits der Top 100 von diesem Sport leben können. Korpatsch hat mit ihrem Erfolg gezeigt, dass es möglich ist, mit Leidenschaft, Durchhaltevermögen und familiärer Unterstützung große Ziele zu erreichen.

Am Freitag trifft Korpatsch auf die Weltranglisten-Siebte Elina Svitolina. Ein Duell, das alles andere als einfach wird, aber Korpatsch wird auch dieses Spiel mit dem gleichen unbändigen Willen angehen, der sie bisher so weit gebracht hat. Die Zeiten des Campers mögen vorbei sein, aber der Kampfgeist der deutschen Tennis-Hoffnung ist ungebrochen.