Schock bei wrestlemania: lesnars sieg über den undertaker – ein trauma für den "deadman"
Vor zwölf Jahren erschütterte ein Moment die Wrestling-Welt: Brock Lesnar beendete bei WrestleMania 30 die legendäre Siegesserie des Undertaker. Ein Ereignis, das bis heute nachwirkt und den "Deadman" tiefgreifend traumatisiert hat. Es war nicht nur ein Sieg, sondern ein Wendepunkt, der die Geschichte des professionellen Wrestlings für immer veränderte – und den Undertaker persönlich schwer belastete.

Die "streak" – mehr als nur eine siegesserie
21 Siege in Folge, über zwei Jahrzehnte hinweg. Die "Streak" des Undertaker bei WrestleMania war zu einem Mythos geworden, einer Konstante in einer sich ständig wandelnden Welt des Sports. Für viele Fans war sie unbezwingbar, ein Symbol für die Beständigkeit und den Respekt, den der Undertaker im Ring genoss. Der Druck, diese Siegesserie aufrechtzuerhalten, lastete enorm auf dem erfahrenen Wrestler.
Was jedoch wenige wussten: Der Moment des Endes verlief alles andere als geplant. Bereits früh im Kampf erlitt der Undertaker eine schwere Kopfverletzung, die erst später als Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde. Eine unscheinbare Beinfeger-Aktion von Lesnar außerhalb des Rings führte zu einem verheerenden Sturz, der den "Deadman" völlig aus der Fassung brachte. Die folgenden Minuten waren ein Kampf gegen die eigenen Sinne, ein gequältes Weiterkämpfen, das weit hinter den üblichen Qualitätsstandards des Undertakers zurückblieb.
Die bittere Wahrheit hinter den Kulissen
Die Schockwellen des Matches reichten weit über den Superdome in New Orleans hinaus. Der Undertaker musste in einer Ambulanz ins Krankenhaus gebracht werden, während Lesnar und WWE-Boss Vince McMahon ihm nachsetzten. Fünfeinhalb Jahre später schilderte er in einem Gespräch mit "Stone Cold" Steve Austin das Ausmaß des Schocks: Er hatte sich nicht nur an den Kampf selbst nicht erinnern können, sondern auch an den gesamten Tag davor, bis kurz vor seiner Einreise in den Ring. "Meine letzte Erinnerung war ein Gespräch mit meiner Frau um 15:30 Uhr“, gestand er mit Tränen in den Augen. Die folgenden Stunden im Krankenhaus waren geprägt von Orientierungslosigkeit und dem Verlust der eigenen Identität.
Ein weiterer Aspekt, der erst im Nachhinein ans Licht kam, war die Entscheidung hinter den Kulissen, die "Streak" tatsächlich beenden zu lassen. Ursprünglich wurde spekuliert, dass der Undertaker selbst den Wunsch geäußert hatte, die Siegesserie zu beenden und Lesnar als Bezwinger zu wählen. Doch McMahon machte später deutlich, dass die Entscheidung von ihm kam, um dem Business etwas zurückzugeben. "Der Undertaker war immer einer, der bereit war, sich selbst hinten anzustellen“, erklärte McMahon. Der Taker selbst gab später an, dass er sich einen anderen Ausgang gewünscht hätte – nämlich einen jüngeren Star wie Roman Reigns, der die "Streak" bricht.
Die Geschichte des Matches bei WrestleMania 30 ist mehr als nur die Erzählung eines Wrestling-Events. Sie ist eine Geschichte von Verletzungen, Entscheidungen hinter den Kulissen und den persönlichen Opfern, die im Namen der Unterhaltung gebracht werden. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst die größten Legenden des Sports ihren Tribut zahlen müssen.
Heute, zwölf Jahre später, bleibt der Schock des WrestleMania-Matches gegen Brock Lesnar für den Undertaker spürbar. Er ist zwar hinter den Kulissen aktiv geblieben und wurde 2022 in die Hall of Fame aufgenommen, doch die Erinnerung an diesen einen Abend verfolgt ihn weiterhin. Während Lesnar möglicherweise bereits sein Abschiedsspiel in zwei Wochen bei WrestleMania plant, wird der "Deadman" für immer mit diesem traumatischen Moment verbunden bleiben – einem Moment, der die Wrestling-Welt für immer veränderte.
