Schlotterbecks fehltritt: stanisic verletzt, bayern benachteiligt?

Ein brutaler Zusammenstoß überschattete das Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Nico Schlotterbeck traf Josip Stanisic mit einer offenen Sohle am Knöchel, doch Schiedsrichter Jablonski beließ es bei einer Gelben Karte – eine Entscheidung, die für deutliche Diskussionen sorgen wird.

Die folge: stanisic kämpft mit schmerzen

Die folge: stanisic kämpft mit schmerzen

Die Szene in der 18. Minute war unglücklich, aber klar erkennbar: Schlotterbeck kam zu spät in den Zweikampf, rutschte weg und traf Stanisic hart oberhalb des rechten Knöchels. Der Bayern-Verteidiger blieb liegen, rang nach Luft und deutete Schmerzen an. Zunächst konnte er weiterspielen, doch seine Fortsetzung auf dem Platz wirkte gezwungen. Der VAR überprüfte die Situation kurz, griff aber nicht ein. Eine umstrittene Entscheidung, die den Verdacht nährt, dass hier eine härtere Strafe angebracht gewesen wäre.

Dabei wirkte Schlotterbecks anschließender Treffer zum 1:0 für Dortmund fast wie eine ironische Fügung des Schicksals. Nach einer Vorlage von Daniel Svensson köpfte er den Ball ins Netz. Ob dieser Treffer die Aufregung um die vorausgegangene Szene mildert, bleibt abzuwarten.

Die medizinische Abteilung des FC Bayern wird Stanisic umgehend untersuchen. Ein Ausfall des kroatischen Nationalspielers wäre ein schwerer Schlag für die Münchner, insbesondere im Hinblick auf die kommenden wichtigen Spiele in der ChampionsLeague. Der BVB hingegen kann sich über den Dreier freuen, doch der Schatten des Zweikampfs wird über dem Sieg liegen bleiben.

Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein vermeintlich unbedeutender Moment den Verlauf eines Spiels und möglicherweise sogar einer Saison verändern kann. Die Frage ist nicht, ob Schlotterbeck die Situation unglücklich bewältigt hat, sondern ob die Konsequenzen angemessen waren. Und ob der VAR seinen Job in dieser entscheidenden Phase wirklich erfüllt hat. Ein Sieg, der so schmeckt, hinterlässt einen faden Beigeschmack.