Schleusener verlässt ksc: abschied nach sechs jahren

Karlsruhe – Nach sechs Jahren beim Karlsruher SC kommt es zum Abschied: Fabian Schleusener wird den Verein im Sommer verlassen. Der 34-jährige Angreifer bestätigte den Schritt am Mittwoch, und der KSC folgte am Donnerstag mit einer offiziellen Mitteilung. Ein Kapitel geht zu Ende, und mit ihm verabschiedet sich auch ein Publikumsliebling.

Eine entscheidung reift: sportliche perspektive im vordergrund

Schleusener erklärte gegenüber der dpa, dass die Entscheidung gegen eine Vertragsverlängerung primär sportlicher Natur sei. „Nach insgesamt sechs Jahren beim KSC habe ich mich dazu entschieden, meinen Vertrag nicht zu verlängern“, so der Stürmer. Er habe „offenen Austausch mit den Verantwortlichen“ gehabt und suche nun eine neue sportliche Herausforderung – sei es in Deutschland oder im Ausland. Respekt und Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit prägten seine Worte.

Auch KSC-Geschäftsführer Sport Mario Eggimann bestätigte die Entscheidung. „In den vertrauensvollen Gesprächen ist der Entschluss gereift, dass nach fünf Jahren beim KSC nun der Zeitpunkt für eine Luftveränderung für Schleuse gekommen ist“, erklärte Eggimann. Die Details des Abschiedsgesprächs werden dem Verein nach seinen Worten „noch zu früh“ für große Abschiedsworte sein, diese sollen nach dem letzten Spiel folgen.

Mehr als nur tore: eine säule des ksc

Mehr als nur tore: eine säule des ksc

Obwohl Schleusener im Oktober seinen 35. Geburtstag feiert, war er in dieser Saison eine der tragenden Säulen des Karlsruher SC. Mit neun Toren ist er hinter Kapitän Marvin Wanitzek (14 Treffer) zweitbester Torschütze der Badener. Es ist kein Geheimnis, dass der KSC vor einem großen Umbruch steht – der Abschied von Trainer Christian Eichner, dem dienstältesten Zweitliga-Trainer, wird seine Spuren hinterlassen.

Die Gerüchte um Eichners Trennung vom Verein hatten bereits Spekulationen über Schleuseners Zukunft befeuert. Eine klare Zusage für einen Verbleib blieb damals aus, stattdessen klang eine gewisse Unsicherheit in seinen Aussagen wider. „Ich weiß es nicht. Es ist so, dass der Verein gewisse Vorstellungen hat, wir sprechen darüber. Auch ich habe meine Vorstellungen - und wir müssen schauen, inwieweit wir zusammenkommen“, hatte er geäußert. Nun ist die Entscheidung gefallen.

Eine zweite ksc-zeit: vom freiburg-leihspieler zum leistungsträger

Eine zweite ksc-zeit: vom freiburg-leihspieler zum leistungsträger

Schleusener ist kein Unbekannter in Karlsruhe. Er war bereits in der Drittliga-Saison 2017/2018 als Leihspieler vom SC Freiburg aktiv und brillierte mit 17 Toren in 37 Ligaspielen. Obwohl der ersehnte Aufstieg damals verfehlt wurde, hinterließ er einen bleibenden Eindruck. Seine Rückkehr im Sommer 2021, diesmal als festverpflichteter Spieler, markierte den Beginn einer erfolgreichen Ära. 50 Tore in 172 Spielen – die Zahlen sprechen für sich. Mit einem Augenzwinkern könnte man sagen, er hat sich seine Spuren in der Vereinsgeschichte hinterlassen.

Die Fans des KSC werden den Torjäger vermissen, aber Schleusener verlässt den Verein mit dem Wissen, einen wichtigen Beitrag zum sportlichen Erfolg geleistet zu haben. Ein Kapitel schließt sich, ein neues beginnt.