Scherwey blamiert sich mit schwalbe – nl verhängt empfindliche strafe

2000 Franken für ein paar Schwindel-Sekunden: Tristan Scherwey muss nach seiner Schwalbe im Play-in-Spiel gegen Rapperswil tief in die Tasche greifen. Die National League stufte den Sturz des SCB-Stürmers als eindeutiges Vortäuschen eines Fouls ein und stellte ihn öffentlich an den Pranger.

Die Videosprecher sahen, wie Scherwey im Zweikampf mit Tyler Moy dessen Stock aktiv einklemmte, sich dann in einem übertriebenen Salto fallen ließ – ohne jede äußere Wirkung. Der Blick Richtung Schiedsrichter war laut Urteil „ein weiterer Hinweis auf bewusste Täuschung“. Die Szene war eine von fünf, die die Liga am Dienstag aburteilte.

Bussewelle trifft fünf spieler – alle wegen schwalben

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Parallel zu Scherwey erwischt es Mark Sever (EHC Biel) sowie Lawrence Pilut, Tanner Fritz und Victor Rask von den Lakers – jeder kassierte die gleiche Geldbuße. Die Botschaft ist klar: Wer Schiedsrichter manipulieren will, zahlt. Die Liga hatte angekündigt, gegen Simulation härter durchzugreifen, nachdem sich in den Playoffs immer mehr Akteure theatralisch fallen ließen.

Für Scherwey kommt die Strafe zur Unzeit. Der 33-Jährige liefert in der Serie gegen Rapperswil bisher nur eine Assist, die Berner liegen nach dem 3:5 im Rückspiel mit 1:3 in Rückstand. Nun droht ihm zusätzlich der Ruf eines Schwindlers – ein Imageschaden, der in der Playoff-Atmosphäre nachhallt.

Die nächste Partie findet am Freitag in der PostFinance Arena statt. Scherwey wird auflaufen, doch jedes Mal, wenn er den Puck trägt, wird das Publikum an die Schwalbe denken. 2000 Franken sind ärgerlich. Der Verlust an Glaubwürdigkeit kann teurer werden.