Schalke 04 zahlt teure abfindung für ben manga
Gelsenkirchen – Ein Deal ist geplatzt, und die Knappen müssen dafür tief in die Tasche greifen: Schalke 04 hat den Vertrag mit seinem ehemaligen Kaderplaner Ben Manga aufgelöst. Die Trennung, die nach dem Aufstieg in die Bundesliga vollzogen wurde, wird den Verein schätzungsweise über eine Million Euro kosten.

Der abschied nach erfolgreicher mission
Nach „offenen und konstruktiven Gesprächen“, wie es von Seiten des Vereins heißt, wurde die Zusammenarbeit mit Manga, der seit September 2025 nicht mehr im Amt war, offiziell beendet. Sportvorstand Frank Baumann, der interimistisch Mangas Aufgaben übernahm, bevor Maximilian Lüftl im Januar die Leitung von Scouting und Transfers übernahm, begründete die Entscheidung mit dem erreichten Aufstieg. „Gemeinsam sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der richtige Zeitpunkt ist, die Zusammenarbeit formal zu beenden“, so Baumann.
Manga hatte in einer sportlich und wirtschaftlich anspruchsvollen Phase große Verantwortung übernommen und trug maßgeblich dazu bei, den Verein wieder auf Kurs zu bringen. Seine Arbeit umfasste die strukturellen Grundlagen für die sportliche Ausrichtung des Vereins sowie die Transfers von Spielern wie Moussa Sylla, Loris Karius und Timo Becker. Auch die Vertragsverlängerungen von Schlüsselspielern wie Kenan Karaman stehen unter seinem Namen.
Es ist ein bitterer Nachgeschmack für die Königsblauen, die sich gerade erst zurück in der Bundesliga etabliert haben. Die hohe Abfindung für Manga wirft Fragen auf, wie nachhaltig die wirtschaftliche Situation des Vereins wirklich ist. Die Summe von über einer Million Euro ist ein erheblicher Posten, der die finanziellen Spielräume des Aufsteigers schmälert.
Ben Manga selbst blickte zurück und betonte die Bedeutung Schalkes für ihn: „Schalke 04 ist ein außergewöhnlicher Traditionsverein. Ich bin überzeugt, dass der eingeschlagene Weg dem Verein helfen wird, dauerhaft erfolgreich zu sein.“ Ein tröstlicher Trost für die Schalker Anhänger mag sein, dass der Verein nun freie Hand hat, seine eigene sportliche Ausrichtung zu gestalten – auch wenn es dafür eine hohe Summe gekostet hat.
