Schaider bleibt: austria salzburg verlängert trotz ablosegerüchten

Christian Schaider hat sich umentschieden. Nach Monaten des Spekulierens um eine Trennung verlängert der Coach seinen beim Traditionsklub Austria Salzburg auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2028 – ein Schritt, der selbst intern für Erstaunen sorgte.

Der bundeswehr-offizier, der die austria wieder aufrichtete

Der bundeswehr-offizier, der die austria wieder aufrichtete

Seit 2018 formt der 41-Jährige den Verein neu. Sportlich wie strukturell. Der Abstieg in die Regionalliga war da, doch Schaiders harte Schule brachte die Rückkehr in die 2. Liga. 20 Spieltage nach dem Wiederaufstieg steht Salzburg auf Platz acht, das Relegationsgespenst ist verbannt.

Die Verlängerung war alles andere als ausgemacht. Schaiders Job als hauptamtlicher Bundeswehr-Trainer in Deutschland lastete schwer auf den Wochenplänen. Die Austria plant Professionalisierung, Schaider pendelte. Intern hieß es: Zielkonflikt. Dass er dennoch bleibt, erklärt er mit „Substanz und Perspektive“.

Sportdirektor Roland Kirchler, selbst erst kürlich bis 2028 gebunden, spricht offen von „Professionalisierungsschritten“. Gemeint ist: neue Analysten, härferes Scouting, ein Leistungszentrum. Die Austria will nicht nur den achten Platz halten, sie will angreifen. Dafür braucht sie Kontinuität auf der Bank – und genau diese liefert Schaider mit seiner Unterschrift.

Am Freitag (18 Uhr) gastiert die Austria beim Aufstiegsaspiranten St. Pölten. Ein Sieg dort würde die Salzburger auf drei Punkte an die Spitzengruppe heranbringen. Die Richter-Elf hat die Tabellenspitze im Blick, der Coach hat seine Zukunft klar. Wer hätte das vor drei Monaten noch geglaubt?