Sc magdeburg scheitert knapp: bittere pokalniederlage nach verlängerung
Ein dramatischer Handball-Abend ging für den SC Magdeburg schief. Im Halbfinale des DHB-Pokals unterlag man dem Bergischen HC nach Verlängerung und schließlich im Siebenmeter-Werfen. Die Elbestädter verpassten damit die Chance, ihrerseits ins Finale einzuziehen und die Erfolgsgeschichte von 2016 fortzuschreiben.
Ein kampfspiel ohne eindeutigen sieger
Die Partie war von Anfang an von Leidenschaft und Kampfgeist geprägt. Der Bergische HC wehrte sich mit großem Willen gegen den favorisierten SCM und ließ nie den Eindruck entstehen, ein deutlicher Außenseiter zu sein. Zwar gab es Phasen, in denen Magdeburg die Kontrolle übernahm, doch der BHC hielt stets mit und glich aus. Auch in der Verlängerung blieb es eng, bevor die Entscheidung im nervenaufreibenden Siebenmeter-Werfen fiel – ein Szenario, das bereits 2016 beide Teams gegenüberstehen ließ.

Wiegerts analyse: technische fehler und fehlendes momentum
Nach dem Spiel sprach Bennet Wiegert, der Trainer des SCM, offen über die Gründe für die Niederlage. „Wir kriegen nicht unser Spiel durch“, stellte er fest. Ein entscheidender Faktor war die geringe Anzahl an Überzahlspielen, die der SCM nutzen konnte. Normalerweise profitiert das Team von seinem Spielstil, der es erlaubt, sich in Zweikämpfen zu erholen und im Sechs-gegen-Fünf-Spiel Vorteile zu erlangen. Doch diesmal gelang es nicht, dieses Momentum zu nutzen.
„Wir haben heute vier Siebenmeter im normalen Spiel und dann noch zwei oder drei im Werfen liegen lassen“, so Wiegert, dessen Worte die entscheidenden Momente des Spiels zusammenfassen. Die geringe Wurfeffektivität, die mit rund 50 Prozent deutlich unter dem üblichen Wert von 70 bis 75 Prozent lag, trug ebenfalls zur Niederlage bei. Ein deutliches Zeichen dafür, dass nicht alles rund lief.

Der bhc nutzt seine chance: mut und entschlossenheit
„Der BHC hat das hier genau so gespielt, wie man ein Pokalspiel spielen muss: Mit Mut, ohne Sorge, ohne Angst“, lobte Wiegert die Leistung des Gegners. Der Bergische HC nutzte seine Chance und belohnte sich für eine starke Leistung. Christopher Rudeck im Tor des BHC avancierte zum Matchwinner, als er im Siebenmeter-Werfen die entscheidenden Paraden zeigte.
Für den SC Magdeburg ist die Niederlage ein herber Rückschlag, besonders nach der EM-Pause. Das Team scheint Mühe zu haben, wieder in seinen alten Rhythmus zu finden. Die kommende Aufgabe wird es zeigen, ob der SCM diese Phase überwinden und wieder zu alter Stärke finden kann. Die Frage ist, ob das Team die Lehren aus dieser bitteren Niederlage ziehen und gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.
