Rybakina stürmt ins finale – muchova schmeißt svitolina aus!
Stuttgart – Dramatik pur beim Porsche Tennis Grand Prix! Elena Rybakina hat sich im Halbfinale gegen Mirra Andreeva durchgesetzt und steht zum zweiten Mal in Folge im finale des prestigeträchtigen Turniers. Doch der Triumph der Kasachin wird von der überraschenden Vorstellung Karolína Muchovas überschattet, die die hoch gehandelte Elina Svitolina in einem packenden Drei-Satz-Krimi ausschaltete. Ein finale der Superlative also, das am Sonntag auf die Tenniswelt wartet.
Rybakina dominiert nach holprigem start
Die Australian Open Siegerin Rybakina hatte im ersten Satz zunächst Mühe, gegen die junge Russin Andreeva Fuß zu fassen. Chancen wurden vertan, aber mit ihrem gewohnt starken Aufschlag und einer gehörigen Portion Kampfgeist konnte sie sich schließlich durchsetzen und den ersten Durchgang mit 7:5 für sich entscheiden. Im zweiten Satz zeigte Rybakina dann ihre ganze Klasse und ließ Andreeva kaum eine Chance, den Satz mit 6:1 deutlich zu gewinnen. „Im ersten Satz war es ein Abwägen, aber ich habe meine Momente genutzt und bin aggressiv geblieben.“, so Rybakina nach dem Match.
Besonders beeindruckend war der hohe Prozentsatz ihrer ersten Aufschläge (83%) und die sieben Asse, die sie in das Match einbrachte. Die Strapazen des gestrigen Matches gegen Leylah Fernandez, in dem sie gleich zwei Matchbälle abwehren musste, schienen ihr heute keinerlei Probleme bereitet zu haben. Vielmehr scheint sie dadurch noch stärker geworden zu sein.

Muchova als favoritinnenschreck
Doch das eigentliche Ausrufezeichen des Tages kam von Karolína Muchova. Die Tschechin, die bereits in der Runde zuvor Coco Gauff bezwingen konnte, präsentierte sich erneut in Topform und demonstrierte ihre Fähigkeit, auch die stärksten Spielerinnen zu ärgern. Gegen Svitolina entwickelte sich ein spannungsgeladener Dreisatzkampf. Nach einem engen ersten Satz (6:4) ließ sich Muchova im zweiten Satz den Trumpf entreißen und verlor diesen mit 2:6. Doch im Entscheidungssatz zeigte sie einmal mehr ihren unbändigen Willen und setzte sich mit 6:4 durch. „Es war ein unglaublich hartes Match, körperlich sehr anstrengend“, sagte Muchova erleichtert nach dem Sieg.
Die Bilanz zwischen Rybakina und Muchova spricht für die Tschechin (2:1), die in Brisbane dieses Jahr bereits einen direkten Vergleich für sich entscheiden konnte. Ob sie auch diesmal gegen die Kasachin die Oberhand behalten wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Das Porsche Tennis Grand Prix finale verspricht ein packendes Duell zu werden.
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