Sc bern rüstet früh auf: nhl-verteidiger mitchell und vier stammkräfte fix

Der SC Bern hat den Sommer 2026 schon im Mai 2025 abgehakt. Am Dienstag präsentierte Sportchef Martin Plüss mit NHL-Rückkehrer Ian Mitchell den fünften Neuzugang und verlängerte parallel die Verträge von vier Leistungsträgern – ein Schachzug, der in der Liga für Gesprächsstoff sorgt.

Mitchell wechselt von tampa bay an die aare

Der 27-jährige Kanadier kommt aus der Organisation der Tampa Bay Lightning und unterschreibt für zwei Jahre. In 60 AHL-Spielen lieferte er 27 Scorerpunkte ab – Zahlen, die ihn zum begehrten Top-Verteidiger auf dem europäischen Markt machten. Plüss schwärmt: „Ian verbindet moderne Defensivarbeit mit Spielaufbau. Genau diesen Typ brauchen wir, um die nächste Stufe zu erreichen.“

Mitchell selbst sieht Bern als Sprungbrett zurück in die NHL: „Ich kenne die NL aus Playoff-Duellen gegen Lugano. Die Intensität passt, die Arena tobt – ideale Bedingungen, um mich erneut zu empfehlen.“

Torhüter-duo steht, sturm gesichert

Torhüter-duo steht, sturm gesichert

Neben dem Neuzugang sorgte Plüss für Kontinuität. Sandro Zurkirchen bleibt gemeinsam mit Christof von Burg zwischen den Pfosten, Emil Bemström und Samuel Kreis verlängern ebenfalls um ein Jahr. Die größte Überraschung: die Optionsklausel für Marc Marchon wird gezogen – der Stürmer ist damit bis 2028 an den SCB gebunden.

Die Botschaft ist klar: Der Club will nicht nur kurzfristig angreifen, sondern auch die Kabinenhierarchie stabil halten. „Wir vertrauen unserem Kern, aber wir wollen ihn nicht verstehen lassen“, sagt Plüss und verweist auf die gezielte Verjüngung.

Letten-nachwuchs unterschreibt bis 2028

Letten-nachwuchs unterschreibt bis 2028

Mit Rolands Naglis und Daniels Serkins rücken zwei lettische Junioren ins Profilager. Beide besitzen eine Schweizer Spielberechtigung und gelten als Rohdiamanten. Naglis erzielte in der U20-Elit 46 Punkte in 38 Partien, Serkins gilt als körperbetonter Two-Way-Center. „Wir geben ihnen keine Ausreden, sondern echte Einsatzzeiten“, kündigt Plüss an.

Die Liga spürt den Druck: Während andere Klubs noch mit Leihgeschäften jonglieren, hat Bern bereits 18 Spieler für 2026/27 unter Vertrag – bei einem Limit von 22 Feldspielern. Die Frage ist nicht mehr, wer kommt, sondern wer gehen muss.

Fazit: Der frühe Kader-Coup wirft Schatten voraus. Die Konkurrenz muss jetzt reagieren – oder im Sommer 2026 die Anschlüsse verpassen.