Saudí-liga eskaliert: demiral-provokation nach hitzigem derby!
Die saudische Profiliga steht vor dem Abschluss, doch statt ruhigem Ausklang kocht die Lage zwischen Al Nassr und Al Ahli regelrecht über. Nach dem 2:0-Sieg der Elf von Cristiano Ronaldo entlud sich die Rivalität in beispiellosen Szenen, die die Gemüter erhitzen.
Der champions-league-pokal als provokation
Der Auslöser war Merih Demiral, der nach dem Asien-Champions-League-Sieg seines Teams auf dem Rasen des Al-Nassr-Stadions stolz die Medaille präsentierte. „Erster Champions-League-Pokal überhaupt in unserem Stadion!“, twitterte der türkische Verteidiger, einst Mitspieler Ronaldos bei Juventus Turin, begleitet von Fotos, auf denen er die Medaille anbiss und demonstrativ vor den jubelnden Al-Nassr-Fans posierte. Ein klarer Seitenhieb in Richtung des Erzrivalen.
Doch die Provokationen blieben nicht ohne Reaktion. Demiral spielte während des gesamten Spiels ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Spielern von Al Nassr und zeigte ihnen mehrfach zwei Finger, eine klare Anspielung auf die zwei Champions-League-Titel von Al Ahli. Das Derby wurde so zu einem verbalen Schlagabtausch, der weit über das sportliche Geschehen hinausging.
Nach dem Spiel suchten die Spieler von Al Nassr die Konfrontation, um dem türkischen Nationalspieler die Freude über den Sieg zu verderben.Cristiano Ronaldo, der als Mann des Spiels ausgezeichnet wurde, geriet ebenfalls in die Kritik, als er nach dem Spiel auf dem Weg zum Interviewraum stand.

Ronaldo kritisiert das verhalten der liga
Ein Al-Ahli-Fan rief ihm entgegen, sein Team habe zwei Champions League Titel gewonnen. Ronaldos Antwort kam prompt: „Ich habe fünf Champions League Titel!“ Doch der portugiesische Superstar nutzte die Gelegenheit auch, um seine Unzufriedenheit mit dem Verhalten in der Liga auszudrücken. „Ich denke, das ist nicht gut für die Liga. Alle beschweren sich, alle machen mehr, als sie sollten. Das ist Fußball, das ist kein Krieg!“, wetterte er. Er kündigte an, er werde sich zu gegebener Zeit ausführlich zu den vielen negativen Beobachtungen äußern, die er während der Saison gemacht hat.
Besonders störte ihn die öffentliche Kritik einiger Spieler, die sich über Schiedsrichterentscheidungen oder den Ligaverlauf auf Instagram und Facebook äußerten. „Das ist nicht das Ziel der Liga. Wir sollten ein Vorbild sein, nicht nur hier, sondern auch für Europa, wo wir mitspielen wollen, um zu den besten Ligen der Welt zu gehören. Wir müssen aufhören, denn das ist nicht Fußball.“
Die Eskalation zwischen Al Nassr und Al Ahli wirft ein schlechtes Licht auf die saudische Liga und zeigt, dass der Wettbewerb um die Vorherrschaft in Saudi-Arabien immer hitziger wird. Ob die Liga in der Lage sein wird, die Situation in den Griff zu bekommen und ein professionelles Umfeld zu gewährleisten, bleibt abzuwarten.
