Satriano tritt in getafe auf und zerstört athletic mit kaffee, rum und vier toren
Martín Satriano rannte zum Eckfahnenpfosten, riss das Trikot über den Kopf und 30.000 Kehlen brüllten die Bad-Bunny-Zeile, die er sich zum Eigen gemacht hat: „Por la mañana café, por la tarde ron…“ Fünfmal an diesem Sonntag schlug der Coliseum seine Wellen – und fünfmal antwortete der Uruguayer mit einem Spiel, das zwischen Koffein und Likör schmeckt.
Satriano liefert vázquez die vorlage des tages
Schon nach neun Minuten spielte er Luis Vázquez frei, der Lautsprecher verkündete das 1:0 als „Gol del 10“ – ein Inside-Joke, weil Satriano in Wahrheit die Neun trägt. Die erste Szene war Programm. Getafe dominierte die Räume zwischen den Athletic-Linien, und wer den Ball suchte, fand ihn bei dem 23-Jährigen, dessen Kurzpass wie ein Startkommando wirkt.
In der 78. Minute dann die Entscheidung: Satriano sprintet in den Sechzehner, streift Íñigo Martínez ab und schiebt mit dem Innenrist zur 2:0-Endstellung ein. Das Stadion erbebt, die Rum-Zeile wird zum Mantra. Der Spieler selbst wirkt wie jemand, der die Playlist seines Lebens gerade auf Repeat geschaltet hat.

Vier tore in elf spielen – und ein kaufvertrag bis 2028
Die Zahlen sind so klar wie der Espresso, den Satriano morgens trinkt: vier Treffer, eine Torvorlage, unmittelbarer Anteil an 13 Punkten. Die Karriere des Ausleihs ist Geschichte, am Montag unterschrieb er den endgültigen Transfer von Olympique Lyon – vier Jahre, keine Rückkaufsklausel. Getafe sicherte sich die Dienste eines Stürmers, der gegen Villarreal glänzte, gegen Real Madrid im Bernabéu siegte und jetzt Athletic in Scherben schoss.
Trainer José Bordalás zuckt mit den Schultern, als wäre alles andere eine Nebensache: „Er trägt die Spannung wie einen Rucksack, aber er läuft trotzdem schneller als alle anderen.“ Der Coliseum wiederholt den Refrain, Satriano klatscht sich zweimal gegen die Stirn – Kaffee für die Beine, Rum für die Seele. Die Liga soll sich warm anziehen, denn dieser Rhythmus ist erst der Anfang.
