Sasha djordjevic: legende des basketballs spricht über vergangenheit, gegenwart und zukunft
- Sasha djordjevic: legende des basketballs spricht über vergangenheit, gegenwart und zukunft
- Eine ära des europäischen basketballs
- Anerkennung für eine lange karriere
- Legende oder nicht?
- Aktuelle situation und zukunftspläne
- Spanien: eine besondere beziehung
- Unvergessliche momente
- Hypothetische entscheidung: barça oder madrid?
- Partizan belgrad: die große liebe
- Einflüsse und vorbilder
- Der weg zum trainer
- Unvergessliche momente als spieler
- Ein rat an navarro
Sasha djordjevic: legende des basketballs spricht über vergangenheit, gegenwart und zukunft
Sasha Djordjevic, eine Ikone des europäischen Basketballs, wurde mit dem „Gigante Leyenda Internacional“ Preis ausgezeichnet. Der serbische Basketballstar, der in den 80er und 90er Jahren maßgeblich den europäischen Basketball prägte, sprach im Interview mit MARCA über seine Karriere, seine aktuellen Pläne und seine Verbundenheit zu Spanien.
Eine ära des europäischen basketballs
Die späten 80er und die 90er Jahre waren eine goldene Ära für den europäischen Basketball. Djordjevic, ein genialer, talentierter und unberechenbarer Spielmacher, war einer der Schlüsselspieler dieser Zeit. Seine Karriere führte ihn unter anderem zu Partizan Belgrad, FC Barcelona und Real Madrid, mit einem Abstecher in die NBA und zahlreichen Erfolgen mit Jugoslawien und Serbien.

Anerkennung für eine lange karriere
„Es ist wichtig, die Arbeit der Zeitschrift anzuerkennen, denn sie war ein großer Teil unseres Lebens“, sagte Djordjevic bei der Preisverleihung. „Wir lernten durch Zeitschriften wie Gigantes die Welt außerhalb Europas kennen. Es war immer ein großer Traum, einmal auf dem Cover zu stehen.“ Der Preis sei eine globale Anerkennung, die ihm viel bedeute.

Legende oder nicht?
Auf die Frage, ob er sich selbst als Legende betrachtet, antwortete Djordjevic: „Ich schaue lieber nach vorne, denn wenn ich zurückblicke, bedeutet das, dass es vorbei ist. Es ist eine Ehre, diesen Preis zu erhalten, aber das muss nicht ich selbst sagen. Ich weiß, dass ich im Sport etwas erreicht habe und das ist ein kleiner Teil des Vermächtnisses, das wir den kommenden Generationen hinterlassen.“

Aktuelle situation und zukunftspläne
Nach seiner Zeit als Trainer ist Djordjevic derzeit ohne Anstellung. „Seien Sie nicht überrascht, wenn ich eines Tages wieder auf dem Spielfeld stehe“, sagte er. Er habe einige Angebote abgelehnt, andere seien nicht zustande gekommen. „Ich bin geduldig, aber die Leidenschaft brennt in mir. Ich brauche jedoch ein Projekt, in das ich mich voll und ganz einbringen kann.“ Er erwähnte auch, dass er im November eine zweite Hüftoperation hatte und nun zwei künstliche Hüften hat, die ihm seine sportliche Karriere beschert haben.

Spanien: eine besondere beziehung
Djordjevic erklärte seine besondere Beziehung zu Spanien: „Ich bin Spanier (durch Einbürgerung seit 2003) und das ist eine Frage des Stolzes. Dieses Land hat etwas anerkannt, das ich in meinen 6-7 Jahren hier mit Barcelona und Madrid gegeben habe. Ich bin beiden Vereinen dankbar.“ Seine Töchter sind in Barcelona und Madrid geboren, was seine Verbundenheit mit dem Land unterstreicht.
Unvergessliche momente
Er erinnerte sich an den Titelgewinn mit Barcelona im Palau gegen Real Madrid und an den Triumph mit Real Madrid im Palau im darauffolgenden Jahr. „Beide Siege waren von großem Stolz und Herzblut geprägt.“ Ein besonderes Duell hatte er mit Nacho Rodríguez, den er bei der Gala der „Gigantes“ wiedersehen wird. „Wir waren Teamkollegen und haben Titel zusammen gewonnen. Ich respektiere ihn sehr als Spieler und als Mensch.“
Hypothetische entscheidung: barça oder madrid?
Auf die Frage, welchen Verein er wählen würde, wenn er gleichzeitig Angebote von Barça und Madrid erhielte, antwortete Djordjevic: „Das ist hypothetisch. Beide Teams haben derzeit großartige Trainer. Sergio ist eine großartige Persönlichkeit und Xavi ist zurückgekehrt. Ich bin immer ein freier Mensch und treffe meine Entscheidungen professionell. Es geht um die Leistung, nicht um die Emotionen.“
Partizan belgrad: die große liebe
Auch eine Rückkehr zu Partizan Belgrad schloss er nicht aus: „Auch das ist hypothetisch, aber vielleicht ist das realistischer. Es kann alles passieren, aber es müssen die richtigen Momente und Gelegenheiten sein. Ich suche nicht aktiv nach Möglichkeiten, sondern bewerte vielmehr die Umstände.“
Einflüsse und vorbilder
Djordjevic nannte zahlreiche Trainer, die ihn geprägt haben, darunter Željko Obradović, Aíto García Reneses, Sergio Scariolo und Mike D’Antoni. „Ich hatte Glück, von all diesen Trainern lernen zu können. Sie alle haben mir viel gegeben, und ich war immer offen für ihre Lehren.“ Er betonte, dass er aus jedem Trainer etwas mitgenommen habe und diese Erkenntnisse an seinen eigenen Stil angepasst habe.
Der weg zum trainer
„Ich habe mich nicht immer als Trainer gesehen“, sagte Djordjevic. „Es war ein natürlicher Prozess, da ich als Spieler immer viel über das Spiel nachgedacht und mit meinen Kollegen und Trainern gesprochen habe. Aber die Leidenschaft ist es, die mich wieder auf das Spielfeld zieht.“
Unvergessliche momente als spieler
Auf die Frage nach seinem schönsten Moment als Spieler nannte er den Sieg bei der Europameisterschaft 1997 gegen Kroatien und den Buzzer-Beater-Sieg gegen Joventut Badalona im Europapokal 1992. „Diese Momente waren sehr besonders für unser Land, das eine schwierige Zeit durchmachte.“
Ein rat an navarro
Zum Schluss erzählte er eine Anekdote über Juan Carlos Navarro: „Ich sagte ihm, er solle seine 'Bombitas' nicht mehr werfen, aber nach einem Monat ließ ich es sein und sagte: 'Mach, was du willst!' Es wurde einer der besten Würfe der Basketballgeschichte. Zum Glück hat er nicht auf mich gehört.“
