Santiago bernabéu wird zur tennis-arena: nadal trainiert auf champions-league-rasen

Der Rasen ist noch warm von Benzema, doch bald rollt kein Leder mehr: Vom 23. bis 30. April verwandelt sich das Santiago Bernabéu in ein Tennis-Camp. Die Madrid Open haben sich kurzerhand das Fußball-Tempel der Königlichen gebucht – und das, obwohl Real Madrid am 28. April ein Champions-League-Halbfinale bestreiten könnte.

Der rasen kriecht unter der erde

Die Lösung kommt aus dem Untergrund. Seit der 1.300-Millionen-Euro-Renovierung kann der Rasen in sechs Teilen versenkt werden. Darunter entsteht eine Betonplatte, auf der binnen 48 Stunden acht Sandplätze wachsen. Für die Spieler ist das ein Luxus, der sich in Metern ausdrückt: 900 Meter liegen zwischen Teamhotel und Trainingsfläche – ein Spaziergang statt eines Bustransfers.

Die Liga spielt mit. Der spanische Verband schob Reals April-Heimpartien nach hinten, sodass der Klub drei Auswärtsspiele am Stück absolvieren muss. Sollte Real gegen Bayern München ins Halbfinale einziehen, wäre das Hinspiel ohnehin in München – perfektes Timing für die Organisatoren. Das Rückspiel würde erst Mitte Mai folgen, wenn die Tenniszelte längst abgebrochen sind.

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Florentino Pérez hat einen Masterplan: Aus dem Bernabéu soll ein multifunktionales Eventschiff werden. Nach dem NFL-Spiel 2025 und den NBA-Gerüchten schlägt nun der Tennis-Sternenhimmel ein. Die ATP profitiert vom Imagegewinn: Ein Training im Fußball-Mekka ist Marketing pur. Die Spieler posten auf Instagram, die Marke Madrid Open wächst – und Madrid kassiert zusätzliche Miete von 1,8 Millionen Euro für eine Woche.

Für die Fans bleibt ein Fakt: In der Woche, in der normalerweise Kroos diagonal auf Vinícius spielt, schlägt Rafael Nadal Vorhands auf demselben Geläuf. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits gebuchte Realität. Der Countdown läuft: Noch 28 Tage, dann steht Sand statt Gras im Fokus – und Madrid atmet tief durch, bevor es wieder heißt: ¡Hala Madrid!