Sané patzt: eigentor-alarm und löw-kritik!
Ein starker Start für die deutsche Nationalmannschaft gegen Curaçao (7:1) trügt durch eine vermeidbare Szene: Leroy Sané sorgte für Entsetzen, als er in der eigenen Hälfte einen Hackentrick spielte, der direkt in die Füße des Gegners landete. Während das Team von Julian Nagelsmann letztlich triumphierte, bleibt der Vorfall ein Fragezeichen über die Konstanz des Flügelstars.

Die hacken-attacke: war es kreativität oder versehen?
Sané, der bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag steht, wirkte ansonsten bemüht, doch beim Abschluss fehlte ihm die Durchschlagskraft. Die Szene in der ersten Halbzeit überschattete jedoch alles. Der Versuch, mit einem No-Look-Hackenpass spielerisch aus der Abwehr herauszuspielen, ging völlig daneben und ließ Lothar Matthäus fassungslos zurück. „Wie kann man auf die Idee kommen?“, fragte der ehemalige Nationalspieler in der Sendung „Lothar legt los“ direkt an den Spieler gerichtet. „Das sind Eigentore, die zum Glück nicht zum Gegentor geführt haben, aber Eigentore für ihn selbst.“
Die Zahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache: Die ARD verzeichnete überragende Einschaltquoten beim WM-Auftakt. Carli Underberg, Vize-Sportchef der BILD, konnte die Leistung der Mannschaft ebenfalls nicht uneingeschränkt feiern. Er betonte, dass solche Leichtfertigkeit gegen stärkere Gegner schwerwiegende Folgen haben könnte. „Dinge, die gar nicht passieren dürfen“, so Matthäus, der auf mögliche falsche Wahrnehmungen oder übertriebene Kreativität hinwies.
Bundestrainer Nagelsmann nahm die Kritik zwar gelassen, betonte aber Sanés Einsatzbereitschaft: „Bei Leroy ist erstmal die Bewertungsgrundlage, wie viel investiert er im Spiel. Er hat sehr viel investiert, er war fleißig in allen Umschaltsituationen.“ Ob diese Entschuldigung ausreicht, um die Zweifel an Sanés Konstanz zu zerstreuen, bleibt abzuwarten. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der Flügelspieler aus seinen Fehlern lernt und zu einer verlässlichen Stütze der Nationalmannschaft wird.
Die Freude über den klaren Sieg gegen Curaçao wird so durch ein mulmiges Gefühl getrübt. Deutschland hat zwar gezeigt, was möglich ist, doch die Szene um Sané erinnert daran, dass noch Luft nach oben ist. Es bleibt spannend, ob der Bundestrainer ihm eine weitere Chance geben wird, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen. Denn eines ist klar: In der Welt des Profifußballs sind Fehler teuer – und die Augen der Öffentlichkeit sind stets auf den Spieler gerichtet, der patzt.
