Saints ziehen die notbremse: kamara vor dem kahnbein-kick
Neun Jahre lang war er der Mann für die Big Plays, jetzt ist Alvin Kamara selbst zur Luftnummer geworden. Die New Orleans Saints wollen den 31-jährigen Superstar loswerden – und das nicht einmal mit einem echten Geheimnis.
Trade oder cut: saints setzen auf kalte mathematik
Die Rechnung ist gnadenlos. Kamara kostet 2025 25,3 Millionen Dollar gegen die Salary Cap, aber Travis Etienne Jr. wartet schon mit frischen Knien und einem 47-Millionen-Vertrag. Die Front Office-Leute in Metairie sparen nicht an Romantik, sie sparen an Dollars und an Jahren. Deshalb flüstert die Liga seit Tagen nur ein Wort: Post-1-June-Release. Dann würden sich 18 Millionen Cap-Raum auftun – genug, um Chris Olave langfristig zu binden und die nächste Draft-Klasse zu bezahlen.
Kamara selbst spielte 2025 nur 471 Yards zusammen, sein Yards-per-Carry-Wert fiel auf 3,6 – ein Tief, das selbst Backup-Runner schmunzeln lässt. Dazu ein zerrissener Meniskus und ein Alter, das bei seiner Position keine Gnade kennt. Die Saints haben vier junge, billige Alternativen im Roster, und sie alle zusammen kosten weniger als Kamara allein.

Die legende in zahlen – und warum sie plötzlich niemand mehr will
728 Rushing-Yards, 826 Receiving-Yards – das war 2017, seine Rookie-Saison. Seitdem jagte Kamara 61 Touchdowns über die Goalline, holte fünf Pro-Bowl-Trips und wurde zweimal Second-Team All-Pro. Die Bilanz klingt nach Statue, aber die NFL arbeitet mit Stopuhr, nicht mit Erinnerungen. Kein Team will für einen 31-jährigen RB Draft-Picks zahlen, wenn es weiß, dass er Mitte Juni umsonst zu haben ist. Die Saints warten auf einen Anrufer, der nie kommen wird.
Fans tauschen bereits ihre schwarz-goldenen Kamara-Trikots um, denn der nächste Schritt ist längst beschlossen: Entlassung nach dem 1. Juni, ein paar Instagram-Storys mit Dankesrede und dann die Reise in die zweite Karriere – vielleicht als rotierender Third-Down-Back bei einem Playoff-Hoffnungsträger, vielleicht nur als Mentor auf der Bank.
Die Saints blicken bereits durchs Fenster ihrer neuen Trainingsanlage: Etienne Jr. sprintt durch die Cones, Ty Chandler und Co. warten auf Snaps. Kamara? Fehlanzeige. Die Geschichte ist nicht tragisch, sie ist einfach nur die NFL in Reinstform: Gestern Held, morgen Cap-Casualty. Für Kamara heißt es bald: neues Trikot, neue Stadt, neue Rolle. Für New Orleans heißt es: weg mit der Vergangenheit, her mit dem nächsten First-Down-Maker. Der Kahnbein-Kick kommt – und er trifft einen der einst besten Dual-Threats der Liga mitten ins Herz der Franchise.
