Sabally-aus: phoenix ohne star ins neue wnba-jahr?
Schock in Phoenix: Satou Sabally, die deutsche Nationalspielerin, wird wohl nicht für eine weitere Saison in der WNBA bei den Mercury auflaufen. Nach einer beeindruckenden, wenn auch von Verletzungen überschatteten, Saison, in der sie ihr Team bis in die Finals führte, stehen die Zeichen auf Abgang. Ein Wechsel könnte die Ambitionen von Phoenix erheblich beschädigen.
Verhandlungen mit anderen teams stehen bevor
Wie Front Office Sports berichtet, werden die Verhandlungen zwischen Sabally und den Mercury offenbar nicht fortgesetzt. Stattdessen soll sich die 27-Jährige in den kommenden Tagen mit anderen Teams zusammensetzen, um ihre Optionen auszuloten. Der Tarifstreit ist beigelegt, und ab dem 8. April können die Verhandlungen mit Free Agents offiziell beginnen. Verträge können dann ab dem 11. April unterzeichnet werden.
Sabally kam im vergangenen Jahr im Rahmen eines Sign-and-Trade-Deals von den Dallas Wings nach Phoenix und unterschrieb einen Einjahresvertrag. Damals waren rund 250.000 Dollar im Gespräch, doch der neue Tarifvertrag ermöglicht nun deutlich höhere Summen – schätzungsweise über eine Million Dollar für die Flügelspielerin. Ein signifikanter Anstieg, der ihre Marktfähigkeit unterstreicht.

Ein gefährliches duo zerbricht?
Die Saison 2023 war von Höhen und Tiefen geprägt. Sabally, zum dritten Mal in ihrer Karriere im WNBA All-Star Team, glänzte mit durchschnittlich 16,3 Punkten, 5,9 Rebounds und 2,5 Assists pro Spiel. Gemeinsam mit Alyssa Thomas bildete sie ein gefährliches Duo auf dem Flügel, das den Mercury den Weg in die Finals ebnete. Dort scheiterte man jedoch in einer deutlichen 0:4-Serie an den Las Vegas Aces um A’ja Wilson.
Sabally war in der Postseason mit durchschnittlich 19 Punkten Phoenix’ beste Scorerin. Doch die Finals waren auch von einem bitteren Rückschlag überschattet: Im dritten Spiel erlitt sie eine schwere Gehirnerschütterung, die sie auch bei der Veranstaltung „Unrivaled“ im Winter zwang, abzusagen. Auch bei der WM-Qualifikation in Lyon war sie nicht dabei. Ob diese Abwesenheit mit den Nachwehen der Gehirnerschütterung zusammenhängt, blieb offiziell ungeklärt.
Die Abgänge von Diana Taurasi und Brittney Griner hatten bereits einen Umbruch im Phoenix-Team eingeläutet. Mit Sabally und Thomas schien man eine neue Basis gefunden zu haben. Doch nun könnte dieser Neuaufbau erneut ins Wanken geraten. Der Verlust einer Leistungsträgerin wie Sabally wäre ein herber Schlag für die Ambitionen der Mercury.
Auch in New York bedauert man Saballys möglichen Abschied. „Es fällt uns schwer“, so die Reaktion aus der Liga. Die Zukunft des Phoenix Mercury ist somit ungewiss. Eines steht fest: Der Kampf um Satou Sabally wird heiß.
Der Expansion Draft der WNBA hat bereits entschieden: Sowohl Sabally als auch Nyara Geiselsöder wurden für die Auswahl ausgewählt. Ein weiteres Indiz für das hohe Ansehen der deutschen Spielerinnen in der Liga.
