Sabally verlässt mercury: wnba-finale ohne deutsche star-power?

Ein Schock für die Phoenix Mercury und die WNBA: Satou Sabally, die deutsche Nationalspielerin, wird wohl nicht für eine weitere Saison im Team bleiben. Nach dem überraschenden Einzug in die Finals der vergangenen Saison steht der Abgang der Flügelspielerin kurz bevor – ein Umbruch, der die Ambitionen von Phoenix erheblich beeinträchtigen könnte.

Verhandlungen mit anderen teams stehen bevor

Verhandlungen mit anderen teams stehen bevor

Wie Annie Costabile von Front Office Sports exklusiv berichtet, befinden sich Saballys Berater bereits in Gesprächen mit anderen Teams der Liga. Die 27-Jährige könnte sich ab dem 8. April, dem Start der Verhandlungen mit Free Agents nach dem Tarifabkommen, neue Optionen suchen. Ein Vertragsabschluss ist dann ab dem 11. April möglich.

Saballys Entscheidung ist umso verständlicher, wenn man bedenkt, dass sie im Vorjahr lediglich einen Einjahresvertrag in Phoenix unterzeichnet hatte, nachdem sie via Sign-and-Trade-Deal von den Dallas Wings kam. Damals wechselte sie für rund 250.000 Dollar, doch der neue Tarifvertrag ermöglicht ihr nun ein Gehalt von deutlich über einer Million Dollar – eine Summe, die Phoenix möglicherweise nicht bereit ist, zu zahlen.

Die Berlinerin war in der vergangenen Saison eine feste Größe im Team und erreichte als dritte Spielerin ihrer Karriere die All-Star-Auswahl. Mit durchschnittlich 16,3 Punkten, 5,9 Rebounds und 2,5 Assists pro Spiel bildete sie zusammen mit Alyssa Thomas ein gefährliches Duo auf dem Flügel. In den Finals gegen die Las Vegas Aces um A’ja Wilson war Sabally mit 19 Punkten im Schnitt Phoenix‘ beste Scorerin, obwohl sie sich in Spiel 3 eine schwere Gehirnerschütterung zuzog, die auch ihre Teilnahme an Unrivaled im Winter verhinderte.

Die Verletzung wirft zudem Fragen über ihre Fitness für die WM-Qualifikation in Lyon auf, obwohl weder der Deutsche Basketball Bund (DBB) noch Sabally selbst eine Verbindung herstellten. Der Abschied Saballys markiert einen weiteren Umbruch für die Mercury, die zuvor über viele Jahre auf Diana Taurasi und Brittney Griner aufgebaut hatten. Die Ära der alten Stars ist vorbei, und nun beginnt eine neue, ungewisse Phase.

In New York bedauert man den Abschied der Deutschen, wie aus offiziellen Kreisen bekannt wurde. “Es fällt uns schwer, Abschied zu nehmen”, so ein Insider. Die WNBA-Expansion Drafts haben bereits begonnen, wobei Sabally und Nyara Geiselsöder von Phoenix ausgewählt wurden, was die Notwendigkeit eines Neuaufbaus unterstreicht.

Die Frage, wer nun die Rolle von Sabally einnehmen kann, bleibt unbeantwortet. Die Mercury stehen vor einer gewaltigen Herausforderung, müssen aber schnell handeln, um ihre Position in der Liga zu behaupten. Ob sie es schaffen, eine neue Star-Power zu entwickeln, wird die kommende Saison zeigen.