Sabally kehrt zurück: bundesliga-talent wählt rasta vechta!
Ein herber Aderlass hat die Easycredit Basketball Bundesliga in den letzten Jahren gezeichnet: Zahlreiche Top-Talente, angelockt von den verlockenden NIL-Deals in den USA, tauschten die heimischen Ligen gegen das College-Basketball in den Vereinigten Staaten. Nun kehrt eines dieser Ausnahmetalente zurück – und trägt fortan das Trikot von Rasta Vechta: Lamin Sabally, der jüngere Bruder der WNBA-Stars Satou und Nyara Sabally, hat einen Mehrjahresvertrag in der niedersächsischen Provinz unterschrieben.
Ein kraftpaket mit playmaking-qualitäten
Trainer Christian Held äußert sich begeistert über die Verpflichtung: „Lamin bringt viel Potenzial mit. In den USA hat er sich hervorragend entwickelt. Er verfügt über eine beeindruckende Physis und einen sehr guten Körper. Vor allem seine Playmaking-Fähigkeiten auf den großen Positionen sind bemerkenswert.“ Sabally, geboren in Berlin, verließ seine Heimatstadt vor sieben Jahren, um in den USA sein Glück zu suchen. Seine Station war zuletzt die Iona University in New York.
Die Entscheidung für Rasta Vechta ist dabei alles andere als selbstverständlich. Zahlreiche Klubs warben um das Talent, doch Sabally entschied sich für den Weg zurück nach Deutschland. „Rasta ist ein Klub, der viel Wert auf die Weiterentwicklung seiner Spieler legt“, erklärte er. „Die Leistungen der Mannschaft in der letzten Saison, insbesondere die Spiele in meiner Heimatstadt, haben mich beeindruckt und wecken große Vorfreude auf die kommende Saison.“
Seine Schwächen liegen im Dreierwurf (nur eine Trefferquote von 10 Prozent), doch Vechtas Sportchef Gerrit Kersten-Thiele plant fest mit Sabally auf beiden großen Positionen – Center und Power Forward – und sieht großes Entwicklungspotenzial in den kommenden Jahren. Seine Schwestern Satou und Nyara, selbst erfolgreiche Nationalspielerinnen, unterstützen ihn seit jeher und teilen ihre Erfahrungen mit ihm.

Weitere personalien in der bundesliga: seric nach chemnitz, umbruch in ludwigsburg
Während Rasta Vechta sein Offensivglück sucht, präsentieren auch andere Bundesligisten ihre Neuzugänge. Mateo Seric verlässt Absteiger MLP Academics Heidelberg und schließt sich den Niners Chemnitz an, wo er bereits im Juli zum Sommercamp erwartet wird. Der 27-Jährige freut sich auf die Atmosphäre in der Messehalle: „Chemnitz ist einer der attraktivsten Basketballstandorte Deutschlands.“
Bei den MHP Riesen Ludwigsburg herrscht unterdessen Umbruch. Der neue Sportliche Leiter David McCray muss den Kader ausmisten, und die Verträge von Tray Buchanan, Terrell Harris und Gavin Schilling werden nicht verlängert. Auch Toms Skuja und Simon Feneberg müssen den Verein verlassen. Die neue Saison verspricht aufregende Veränderungen in der Bundesliga.
Lamin Saballys Rückkehr nach Deutschland ist mehr als nur eine Verpflichtung; es ist ein Zeichen der Hoffnung für die Bundesliga, dass auch junge Talente die Chance sehen, in der heimischen Liga zu reifen und sich zu entwickeln. Die Fans dürfen gespannt sein, was der Bruder der WNBA-Stars in Vechta leisten wird – und ob er den Dreierwurf trainieren lässt.
