Sabadell am rande der blamage: olympiakos setzt schocksignale!

Ein Schock für die spanische Wasserball-Szene: Astralpool Sabadell verlor das Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Olympiacos Piräus mit deutlichen 12:17. Der amtierende Europa-Pokalsieger steht nun vor dem Aus, während Assolim Mataró seine Finals-Ambitionen bekräftigte.

Mataró im aufwind: rückkehr ins finale rückt näher

Während Sabadell mit dem Rücken zur Wand steht, kann Assolim Mataró optimistisch auf das Rückspiel blicken. Der Sieg gegen SIS Roma mit 13:9 bedeutet einen komfortablen Vorsprung und die realistische Chance, nach zwei Jahren wieder in das Final Four-Turnier einzuziehen. Die Leistung war schlichtweg überzeugend, besonders da man sich gegen einen Gegner behaupten musste, der keineswegs aufgabebereit war. Jewel Roemer führte mit vier Treffern das Angriffspiel an, aber es war die kollektive Stärke, die letztendlich den Unterschied ausmachte.

Sabadell versagt: verletzungspech und fehlende durchschlagskraft

Sabadell versagt: verletzungspech und fehlende durchschlagskraft

Der Auftritt von Sabadell war ernüchternd. Nach einer schwachen Gruppenphase schien die Rückkehr von Isabel Williams, die nach zweimonatiger Verletzungspause wieder in den Kader zurückkehrte, Hoffnung zu machen. Doch diese Hoffnung wurde zunichte gemacht. Olympiakos, angeführt von der starken Abby Andrews (fünf Tore) und unterstützt von der exzellenten Ioanna Stamatopoulou (acht Paraden), übernahm früh die Kontrolle. Ein 2:5-Teilresultat im ersten Viertel entschied das Spiel bereits in dieser Phase. Die Abwehr von Sabadell wirkte anfällig, und im Angriff fehlte die nötige Durchschlagskraft, besonders angesichts der Absenz der olympischen Championess Judith Forca.

Die Statistik ist brutal: Fünf von 14 Überzahlaktionen konnten nicht in Tore umgewandelt werden – ein klarer Beleg für die erschwerte Situation. Nur im letzten Viertel gelang es Sabadell, etwas Ergebniskosmetik zu betreiben (4:3), doch der Rückstand von fünf Toren (12:17) ist enorm. Das Rückspiel in Griechenland wird eine Herkulesaufgabe, wenn Sabadell seine beeindruckende Erfolgsserie von fünf Jahren im Final Four fortsetzen will. Die Frage ist: Kann man in Piräus ein Wunder vollziehen?

Die Diskrepanz zwischen den Leistungen von Sabadell und Mataró unterstreicht die wechselhafte Form der spanischen Wasserball-Teams in dieser Saison. Während Mataró mit Selbstvertrauen und taktischer Reife agiert, muss Sabadell seine innere Stärke und sein kämpferisches Herz wiederfinden, um überhaupt eine Chance im griechischen Duell zu haben.